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Little Miss Sunshine

USA 2005 (Little Miss Sunshine) Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris mit Greg Kinnear, Toni Collette, Steve Carell 103 Min. FSK: ab 6

Wahre Werte

Familie Hoover steckt in der Krise: Vater Richard (Greg Kinnear) ist ein erfolgloser Motivationstrainer, dem es an eigener Motivation nicht fehlt, die kleine Olive eifert den Schönheitsköniginnen im Fernsehn nach, Sohn Dwayne hat sich ein Schweigegelübde auferlegt und kommuniziert mit der Außenwelt nur per Stift und Papier, Opa Edwin (Alan Arkin) ist ein koksender alter Playboy und Mutter Sheryl (Toni Collette) versucht ihre gute Mine aufrecht und den ganzen Haufen zusammen zu halten. Schließlich tritt nach dessen Selbstmordversuch auch noch Sheryls Bruder Frank (Steve Carell) ins Leben der Hoovers. Als Olive an einem Schönheitswettbewerb in Kalifornien teilnehmen will und die Familie dafür in einem abgewrackten VW-Bus quer durchs Land fahren muss, ist das Chaos perfekt. Der Ausflug wird zu einem Desaster, aber auch zum dringend notwendigen Neuanfang.

Die Chaosfamilie, die uns das Regisseurteam Jonathan Dayton und Valerie Faris, die bisher hauptsächlich Videoclips drehten, hier präsentiert ist ein Extremfall, der dennoch lebensecht und nachvollziehbar in Szene gesetzt wird. Das macht die Stärke des amerikanischen Independent-Überraschungserfolgs aus. Denn trotz des abgedrehten Szenarios und aller Probleme ist es die Menschlichkeit, die über die Oberflächlichkeit obsiegt. Und damit schafft das Drehbuch von Michael Arndt etwas Allgemeingültiges, Echtes, mit dem sich jeder Identifizieren kann. Daneben ist „Little Miss Sunshine“ aber vor allem haarsträubend komisch und glänzend gespielt, so dass allen in diesen kalten Zeiten, der Kinobesuch wärmstens ans Herz gelegt sei.


Ein FILMtabs.de Artikel