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Als das Meer verschwand

(In My Father’s Den) NZ/GB 2004 Regie: Brad McGann Mit: Matthew MacFadyen, Emily Barclay, Colin Moy, Miranda Otto, Jodie Rimmer 126 Min. FSK ab 12

Ausbruch

Die Gegend um die neuseeländische Kleinstadt bezaubert durch ihre Schönheit: die endlose Natur, die Stille und Geborgenheit. Teenageraugen sehen dies jedoch nicht. Sie spüren die Enge der Provinz, sehen in der Weite eher das, was dahinter liegt. Paul (Matthew MacFadyen) ist abgehauen und hat es „zu etwas gebracht“ – zumindest in den Augen seiner ehemaligen Lehrerin. Sein Bruder Andrew (Colin Moy) ist zuhause geblieben. Als der Vater stirbt, sehen sich die Brüder wieder – nach 17 Jahren. Die Begegnung ist kühl. Der Einzelgänger Paul hat Probleme sich Anderen zu nähern und zieht sich erstmal in das Haus der Familie zurück. Als er Celia (Emily Barclay), die Tochter seiner Jugendliebe Jackie (Jodie Rimmer), trifft, sieht er seine Sehnsüchte von damals in ihr widerspiegeln. Die 16jährige ist wie er am liebsten allein mit sich und ihren Gedanken. Gemeinsam reden sie nächtelang. Doch allmählich wächst in Paul ein Verdacht, der größere Ausmaße annehmen wird, als ihm bewusst ist.
Der neuseeländische Autor und Regisseur Brad McGann verwandelte die Romanvorlage von Maurice Gee in ein atmosphärisches, geschickt erzähltes Familiendrama vor atemberaubender Kulisse, unterlegt mit der Musik Patti Smiths. Intelligent verwebt er die verschiedenen Zeitebenen miteinander und hält die Spannung bis hin zum schockierenden Schluss. Dabei kann er sich auf zwei exzellente Hauptdarsteller verlassen: Matthew MacFayden, der bereits in „Stolz und Vorurteil“ als Darcy seinen Charme versprühte, sowie die junge Emily Barclay, die in der Rolle der Celia ihr beeindruckendes Leinwanddebüt gibt.

Ein FILMtabs.de Artikel