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Lady Business

USA 2020 (Like a boss) Regie: Miguel Arteta, mit Tiffany Haddish, Rose Byrne, Salma Hayek 84 Min. FSK ab 12

Mia und Mel (Tiffany Haddish und Rose Byrne) sind beste Freundinnen, aber eigentlich Teenager mit falschem Körper und Klamotten. Beim Baby Shower lästern sie nicht nur joint-rauchend über ihre anderen Freundinnen, auch das Baby lassen sie mal ziehen. Die anderen haben eigene Häuser, Familien, Kinder – die beiden wohnen im geerbten Haus zusammen und haben Spaß. Dementsprechend sorglos sehen die Finanzen ihrer eigenen kleinen Kosmetikfirma aus, als das lukrative Übernahmeangebot vom Kosmetik-Konzern Claire Lunas (Salma Hayek) hereinplatzt.

In der bewusst ordinär und sexuell explizit scherzenden Komödie „Lady Business“ geht es zuerst ein wenig unkorrekt her – auch die Ekelmomente dürfen nicht fehlen – und dann sehr, sehr übersichtlich. Schmerzlich vorhersehbar ist, dass die finanziell herausgeforderten Mia und Mel beim gefährlichen Angebot ihre Freundschaft verteidigen müssen. Jung, verrückt und dämlich wie aus Highschool-Filmen machen Mia und Mel noch etwas Spaß. Doch die Charaktere bleiben erschreckend flach, auf das ungehobelte Wildsein scheint die meiste Mühe verwandt worden sein.

Selma Hayek hat als leicht irre Konzern-Chefin hat ein paar gute Szenen völlig gnadenloser Bösartigkeit. Absurde Momente wie die kurze Feier- und Tanzeinlage zur Vertragsunterzeichnung hätten den Film retten können. Doch zu peinlich ist, wie lange die zu erwartende Entwicklung braucht. Letztlich wirkt der ganze Hintergrund um die Firmen-Übernahme wie im Kindergarten ausgedacht. Es ein Geschichtchen zu nennen, wäre stark übertrieben. Dass der Film dabei dann ganz ernst die Freundschaft als wahre Schönheit verkaufen will, ist ein schlechter Witz.


Ein FILMtabs.de Artikel