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Che – Guerrilla

USA/F/E 2008 (Che: Part Two – Guerrilla) Regie: Steven Soderbergh mit Benicio Del Toro, Rodrogio Santoro, Demian Bichir, Franka Potente, Joaquim de Almeida, Benjamin Bratt 131 Min.
Kontrarevolutionär
Mit „Che – Guerilla“ kommt nun mit einem Monat Verspätung die abschließende Episode im Leben Ernesto „Che“ Guevaras in die deutschen Kinos. Zeichnete Teil eins noch seinen Aufstieg zum Revolutionsführer und zur Ikone des Freiheitskampfes nach, befasst sich Regisseur Steven Soderbergh nun mit dem in der Öffentlichkeit gerne verdrängten Teil der Geschichte.
März 1965: die kubanische Revolution war erfolgreich, Fidel Castro hat die Führung übernommen und Ernesto Guevara zum Industrie- und Handelsminister ernannt. Doch Che träumt davon, die Revolution weiterzutragen. Er taucht unter und reist mit gefälschten Papieren in Bolivien ein. Dort versammelt er einen Trupp alter Weggefährten im Kampf zur Befreiung des unterdrückten Volkes.
Che gibt sich nicht zu erkennen und leidet zunehmend unter Asthma. Der Guerillakampf stellt sich als wesentlich schwerer heraus, als in der Heimat. Die Fremden werden vom Volk argwöhnisch betrachtet und die Regierung schickt mit Unterstützung der Vereinigten Staaten eine Übermacht Truppen in den Kampf, um eine Eskalation der Situation unbedingt zu vermeiden. Che Guevaras Traum droht zu scheitern.
Auf einigen Ebenen scheitert auch Soderberghs zweiter Teil der Geschichte um den legendären Freiheitskämpfer. Die Bilder des Dschungelkriegs hat man in Teil eins bereits zu Genüge gesehen und die obligatorische Frauenfigur, diesmal verkörpert von Franka Potente, ist auch hier weitgehend überflüssig. Zudem finden die beiden Teile aufgrund stilistischer Unterschiede nur schwer zueinander. Unterm Strich bleibt dennoch der spannende, komplexe Plot und eine großartige schauspielerische Leistung Benicio del Toros.


Ein FILMtabs.de Artikel