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Science of Sleep

Frankreich 2006 (The Science of Sleep) Regie und Buch: Michel Gondry mit Gael García Bernal, Charlotte Gainsbourg, Alain Chabat, Miou- Miou, Piertre Vaneck 105 Min. FSK ab 6
Michel Gondry ist ein Kind im Geiste. Schon „Vergiss mein nicht“ (der den wunderschönen Originaltitel „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ trägt) sprühte förmlich über vor Ideenreichtum. Wie das Ganze aussieht, wenn auch noch die Geschichte, die er erzählt, seinem Gehirn entsprungen ist, kann man jetzt in „Science of Sleep“ miterleben. Gondrys Alter Ego heißt Stéphane Miroux (Gael García Bernal), ein Träumer, der nach Paris kommt, wo seine Mutter lebt. Der Job in einer Kalenderredaktion fordert allerdings die Kreativität des Freizeitmalers von Katastrophenbildern nicht sonderlich und so driftet Stéphane lieber in Traumwelten ab, wo er der Showmaster seiner eigenen Erinnerungen ist. Doch dann lernt er seine Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) kennen, die seine Spleenigkeit zunächst zu teilen scheint. Stéphane muss sich allerdings schließlich von seinen Phantasien lösen, um Stéphanie seine Liebe zu gestehen, was sich schwerer erweist, als gedacht.
Gondrys unbeschwerte Naivität macht sprachlos. Er ruft uns in Erinnerung, was Kino kann und wir sitzen mit aufgerissenen Augen und offenen Mündern im Kinosessel. Stéphanes Träumereien werden in liebevollen Stop-Motion-Animationen in Szene gesetzt, die „Science of Sleep“ zu einem einzigartigen Erlebnis machen, das seinen Anfang in den Videoclips des Franzosen nahm. Hier hatte er die Freiheit mit Ideen zu experimentieren, die er jetzt in seine Langfilme einfließen lässt. Unterstützt wird er dabei von einem spielfreudigen Ensemble, das Gondrys Phantasie zum Leben erweckt.


Ein FILMtabs.de Artikel