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Words & Pictures

USA 2013 Regie: Fred Schepisi mit Clive Owen, Juliette Binoche, Valerie Tian, Bruce Davison 116 Min. FSK: ab 0 „Der Club der toten Dichter“, jetzt neu mit Bildern! Clive Owen spielt den engagierten Literatur-Dozenten Jack Marcus der seine Schüler fordert und auch schon mal als Androiden beleidigt. Gleichzeitig nervt der arrogante und freche Typ seine Kollegen. Marcus, einst bekannter Dichter, nun zynischer Trinker, bekommt von der Schulleitung noch eine letzte Chance, seinen Job und das Literatur-Heft der Uni zu erhalten. Zum Glück für ihn taucht mit neuen Kollegen die berühmte Malerin Dina Delsanto (Juliette Binoche) auf. Sie erzählt ihrer Kunstklasse direkt zum Einstieg, dass Worte lügen. Eine Provokation für Marcus, der die Auseinandersetzung zum großen Schulstreit und Wettbewerb macht. Clive Owen hat mit einem Jürgen Klopp-Look und ähnlich hässlichen Gefühlsausbrüchen einen großen Auftritt im ausspielen der destruktiven Seite seiner Figur. Bitter, das mit den harten Übungen parallel zu schneiden, die Dina betreibt, um ihre Krankheit zurückzudrängen. Doch die starke Figur der Binoche gibt ihm als einzige geistreich Paroli und hält beim seinem schwierigen Silben-Spiel. Die unvermeidliche Romanze und der ebenso erwartbare Bruch durch seinen Alkoholismus nehmen dem reizvollen Duell etwas von seinem Schwung. Doch vor allem in der ersten Hälfte bringt der Krieg zwischen Wort und Bild viele kleine und kluge Fundstücke mit sich. Wie die Idee, dass angelesenes Wissen aus Büchern immer ein Netz an anknüpfendem Wissen mit sich bringt, während Wissen aus Google nur ein einsames Fakt ohne weiteren Bezug bleibt. Allerdings wird Google auch schnell verraten, dass „Words & Pictures“ vom Regie-Senior Fred Schepisi („Wilde Kreaturen“, „I.Q. – Liebe ist relativ“, „Das Rußland-Haus“) bis zum unglücklich herbei gezwungenen Happy End viele Sympathien wieder verspielt. ✍


Ein FILMtabs.de Artikel