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Good Luck, Have Fun, Don’t Die
Richardson 134 Min.
Neun Jahre ist es her, dass Gore Verbinski zuletzt auf dem Regiestuhl
saß. In der ersten Dekade der 2000er war jeder seiner Filme ein
Ereignis. Ob „The Mexican“, das „Ring“-Remake oder die „Fluch der
Karibik“-Filme – Der Name Gore Verbinski stand für großes und
erfolgreiches Hollywoodkino. Nach dem großartigen Animations-Western
„Rango“ landete er allerdings mit „Lone Ranger“ einen künstlerischen
Flop, der auch kommerziell unter den Erwartungen blieb. Mit „A Cure For
Wellness“ folgte eine kleinere Produktion, die komplett in Deutschland
realisiert wurde. Dann wurde es ruhig um den Regisseur. Für „Good Luck,
Have Fun, Don’t Die“, bei dem die Constantin erneut im Boot ist, griff
er nun auf ein Drehbuch von Matthew Robinson („Love And Monsters“)
zurück. Dabei ließen sich die Filmemacher offensichtlich vom Erfolg von
„Everything Everywhere All At Once“ beflügeln.
Wobei der Typ (Sam Rockwell), der um Punkt 10 nach 10 das Diner betritt
aussieht wie ein Obdachloser, zauselbärtiger James Cole aus „Twelve
Monkeys“. Voll verkabelt unter dem Plastikmantel mischt er die Gäste auf
und macht ihnen nachdrücklich klar, dass er aus der Zukunft kommt und
die Menschheit vor dem Untergang retten will. Eine übermächtige KI wird
die Herrschaft übernehmen und es ist an ihm und einer Gruppe
Freiwilliger, dies zu verhindern. In kurzen Rückblenden verlässt die
Handlung immer wieder den Ort der Handlung und zeigt, welche
aberwitzigen Ereignisse die Auserwählten an diesem Abend dorthin geführt
haben. Dabei verliert der Film etwas den irren Schwung, den Rockwells
Eröffnungsmonolog vorlegt. Die ausdrückliche Kritik daran, wie die
Technik unser Leben übernimmt, sorgt aber immer wieder für
phantasievolle Wendungen. Langweilig wird es also auf keinen Fall. Das
Ende ist allerdings etwas effektüberladen. Das geht auf Kosten des
zwischenmenschlichen Faktors eines hervorragend aufgelegten Ensembles.
Ein FILMtabs.de Artikel
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 11.03.2026 / 2:33
- Rubrik:
- Kritiken LT
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