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7 Jungfrauen

7 Jungfrauen
Spanien 2005 (7 Virgenes) Regie: Alberto Rodríguez mit Juan Joé Ballesta, Jesús Carroza, Vicente Romero, Alba Rodríguez 86 Min.
 
Ganz und gar untouristisch, realistisch rau kommt dieser Ausflug nach Sevilla daher. Ausflug, weil der sechzehnjährige Tano wegen der Hochzeit seines Bruders für zwei Tage aus dem Knast darf. Tano taucht direkt bei seinen Freunden ab und man braucht sich keine Gedanken zu machen, dass dieser Junge immer wieder seinen Weg in den Knast finden wird. Klauen und Betrügen gehört zum Alltag wie Essen und Trinken. Wild bis brutal jagen sie durchs Viertel, vergnügen sich, beklauen sich. Während der Freund eine Frau vergewaltigen will, räuspert sich Tano nur leise: Was machst du da?
 
Die Dynamik der Inszenierung und vor allem das Spiel vom Newcomer Juan Joé Ballesta, der in San Sebastian den Darstellerpreis gewann, fesseln, auch wenn diese Jungs so überhaupt nicht wissen, was sie tun. Ballesta hat ein spitzbübisches Engelsgesicht. Selbst wenn er jemanden besinnungslos schlägt, sie das eher verzweifelt als hässlich aus.
 
Das urteilsfreie Jugenddrama sahen in Spanien eine Million Menschen.


Ein FILMtabs.de Artikel