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Becoming Kim

D 2026 R: Susanne Kim, 90 Min.

Die meisten Culture-Clash-Komödien beginnen mit Chaos, dann kommt die Hochzeit und das Ende des Films. Im Leben von Susanne Kim und Jeong Rae war es genau anders herum. Die Leipziger Dokumentarfilmemacherin („Trockenschwimmen“) verliebte sich in den Koreaner. Nach anderthalb Jahren heiratete sie nicht nur ihn, sondern eine ganze Familiengeschichte, von der sie nichts ahnte. Die Sprache bleibt nicht die einzige Barriere in ihrem Leben. Ihre gemeinsame Tochter Hannah kam, Jeong Rae ging – in die Welt und schließlich zurück nach Korea, um Geld für die Familie zu verdienen, wie er sagt. In Deutschland könne er nicht leben, weil er sich hier wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt fühlt. Die Jahre vergingen. Die Hälfte der Zeit war Susanne Kim allein mit ihrer Tochter, immer in der Hoffnung, dass er vielleicht doch irgendwann ganz zu ihnen zurückkehrt. Als er beschließt, ein Hähnchenrestaurant in Korea zu eröffnen, ist das Maß voll. Susanne Kim reist mit der Tochter und ihrer Kamera zu ihm, um zu ergründen, ob ihre Beziehung eine Zukunft hat. Herausgekommen ist ein schmerzhaft ehrlicher Einblick in eine interkulturelle Beziehung, der die Kamera ins Innere richtet und wundervoll offen von den bedrückenden, aber auch heiteren Momenten im Leben erzählt.


Ein FILMtabs.de Artikel