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Bitteres Fest

E 2026, R: Pedro Almodóvar, D: Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón, 111 min.

Der spanische Regisseur und Autor Pedro Almodóvar (»Volver«) hat in seiner langen Karriere immer wieder Filme über das Schreiben und Filmemachen gedreht, die immer auch etwas über ihn selbst erzählen. In „Bitteres Fest“ verschachteln sich diese Ebenen nun noch tiefer. Sein Alter Ego ist der Regisseur und Autor Raúl, der seit Jahren nach einem neuen Stoff sucht. Nun scheint er fündig geworden zu sein und schreibt die Geschichte von Elsa nieder, die ebenfalls Filmemacherin ist und nach einer Panikattacke Zuflucht in einem Haus am Meer sucht, um dort den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Soweit so gut, wäre die Geschichte von Elsa nicht geliehen von den Menschen, mit denen sich der egozentrische Autor Raúl umgibt. Und das öffnet die ewige Frage, ob Kunst, die das Leben inspiriert, auch ebenso vom Leben inspiriert sein darf und sollte. Gewohnt stilsicher und mit seiner typischen Mischung aus Melodram und großen Gefühlen inszenierte Almodóvar ein äußerst verschachteltes Drama um Kunst und Kopie.


Ein FILMtabs.de Artikel