Jay und Silent Bob schlagen zurück

USA 2001 (Jay and Silent Bob strike back) Buch und Regie: Kevin Smith Mit: Jason Mewes, Kevin Smith, Ben Affleck, Jason Lee, Chris Rock, Shannon Elisabeth 104 Min.

Nach der genial vielschichtigen und richtig ernsten Studioproduktion "Dogma" gönnt sich Kevin Smith mit den Figuren seiner früheren Filme einen kleinen, albernen und sehr, sehr frechen Spaß gegen Hollywood und für die Fans.

In den 70er Jahren wurden Jay und Silent Bob von ihren Müttern vor einem Lebensmittelladen in New Jersey zurück gelassen und stehen seitdem an der gleichen Ecke rum, also auch in den Filmen "Clerks", "Mallrats" und "Chasing Amy". Zwischendurch entstand ein Bluntman & Cronic-Comic nach ihrem Abbild. In "Dogma" gab es sogar richtige Rollen neben Ben Affleck und Matt Damon. Nun plant Miramax eine Verfilmung des Comic und das gesamte Internet ("Internet - Was ist das?" O-Ton Jay) hasst ihre Figuren. Grund genug für Jay und Silent Bob, (ge-) gen Hollywood zu ziehen, um den Dreh zu stoppen. Charlies Billig-Angels nehmen die beiden mit, worauf sie sofort von jedem Polizisten gejagt werden.

Warnung: "Jay und Silent Bob" ist purer Klamauk für Fans und Insider! Die beiden Deppen können richtig vom Leder fluchen, furzen und dämlich sein. Regisseur Kevin Smith spielt selber wieder den ständig von Jay runter gemachten Bob. Für die Kenner seiner New Jersey-Trilogie gibt es das Wiedersehen mit bekannten Anti-Helden, wie Ben Affleck und Matt Damon, die beim Dreh von "Good Will Hunting II" (Achtung: Parodie!) ein paar Scherze über ihre mittlerweile großen Rollen ablassen. Die Gastauftritte von Stars und Bekanntheiten sind Legion, Seitenhiebe auf Produzenten und Industrie gibt es noch mehr. Dann noch einen Nonnen-Witz mit Carrie Fisher (Prinzessin Eiapopeia), und ihr Star Wars-Held Mark Hamill (Luke Skywalker) bekommt wieder die Hand abgeschlagen. Denn Smith schenkt sich selbst ein richtiges Lichtschwert-Duell mit Skywalker. Das macht bei ihnen alles keinen Sinn? Dann lassen sie besser die Finger vom Film. Die Smith-Fans sitzen sowieso schon im Kino und lachen sich schlapp.

PS: Die Fans von Alanis Morissette müssen bis zum allerletzten Bild warten, um sie noch einmal als Gott zu sehen.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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