The Killing

USA 1956 (The Killing) Regie Stanley Kubrick, 83 Min.

Nach seinem letzten "Eyes wide shut" und seinem allerletzten Projekt "A.I." kommt nun ein ganz früher Film des im Jahr 2000 verstorbenen Regie-Genies Stanley Kubrick wieder ins Kino. "The Killing" entstand 1956 und war der zweite Spielfilm des Amerikaners, der später nach England zog. Für ungefähr 300.000$ konnte Kubrick seinen ersten "richtigen" Film drehen. Vor allem das Engagement Sterling Hayden als Hauptdarsteller sorgte - auch bei Kirk Douglas - für Aufmerksamkeit, die nächste Karriereschritte wie "Paths of Glory" (1957) und "Spartacus" (1960) ermöglichten.

"The Killing" ist eine Entdeckung für alle, die dachten, Tarantino hätte mit der verschachtelten Zeitstruktur von "Pulp Fiction" etwas ganz Neues gemacht. Kubrick zeigt eine Gruppe von Männern, von denen jeder seine eigene Verzweifelung in sich trägt. Sie rauben die Wetteinnahmen einer Pferderennbahn. Dabei setzt sich der Handlungsverlauf wie ein Mosaik aus verschiedenen, nicht chronologischen Stückchen zusammen. Die Stimme eines Erzählers hält die Story zusammen. Man kann das Frühwerk Kubrick zwar nicht als Meisterwerk hochjubeln, aber es ist klar und packend erzählt, was heute schon eine Besonderheit ist.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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