Ghost Ship

USA 2002 (Ghost Ship) Regie: Steve Beck 91 Min. FSK ab 16

Vor vierzig Jahren konfrontierte Stanislaw Lem in "Solaris" besonders intelligent Menschen in einem verlassenen (Raum-) Schiff mit ihren (Alb-) Träumen. Seitdem ist dieser Horror zur billigen Masche verkommen. "Ghost Ship" wäre das Letzte dieses Serien-Schreckens - wenn nicht die digitalen Tricks eine ansehnliche Fassade schaffen würden.

Es hätte "Titanic 2" werden können, doch die Geschichte um ein verschwundenes Passagierschiff voller Geister bietet vor allem Horror von der Stange. Eine Gruppe Abenteurer hofft auf dem verlassenen Kahn Gold zu finden, trifft aber auf Gespenster, die sie in ihre ganz persönlichen Abgründe führen. Der Captain und Alkoholiker Murphy (Gabriel Byrne) sieht vor dem ersten Schluck im Spiegel einen Geist. Die kämpferische Maureen (Julianna Margulies) bändelt mit einem Mädel an, dass schon eine Weile tot ist. Um einen nicht besonders treuen Gatten zu verführen, lebt ein ganzer Ballsaal wieder prachtvoll auf. Dazwischen Schreckmomente am laufenden Band wie es sich für Serien-Horror vom Fließband gehört. Die flachen Figuren denken dauernd laut, was sie keineswegs intelligenter erscheinen lässt. Am Ende des Leidens erfährt das Publikum, dass alles nur wegen der bösen Habsucht geschah. Hoffentlich geschieht da den Produzenten des Film nicht auch irgendetwas Schreckliches ...


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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