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Kanada, Großbritannien 2005 (Where the Truth lies) Regie: Atom Egoyan mit Kevin Bacon, Colin Firth, Alison Lohman 108 Min

Nach seinem gemischt aufgenommenen, politisch und persönlich engagierten "Ararat" kehrt der Kanadier Atom Egoyan wieder zur freieren Filmkunst zurück. Sein prominent besetzter "Where the truth lies" untersucht nach fünfzehn Jahren den Todesfall einer schönen Frau im Milieu Hollywoods. Maureen wurde in der Hotelbadewanne des in den Fünfzigern bekannten TV-Duos Lanny Morris und Vince Collins (Kevin Bacon, Colin Firth) gefunden, doch deren Alibi ist wasserdicht. Fünfzehn Jahre später will die Journalistin Karen (Alison Lohman) die Biographie von Vince schreiben, aber vor allem herausbekommen, wer der Mörder war.

Karen hat eine besondere Beziehung zu den beiden Promis von gestern, einst war sie als junges Mädchen in deren Show und erlebte einen besonders emotionalen Moment. Weshalb Lanny damals Tränen in den Augen hatte, ist die eigentliche Wahrheit, die es zu entdecken gilt, doch sie bleibt letztendlich banal. Dieser Egoyan im Krimi-Mäntelchen lässt schmerzlich die Emotionen von früher vermissen. Die tragisch schwere Musik Mychael Dannas erinnert noch einmal an alte Zeiten. Das Spiel mit mehreren Wahrheiten, die Karen erst langsam durchschaut, gestaltete der Autor und Regisseur Egoyan nicht besonders raffiniert. Das cleverste am Film ist noch das Wortspiel des Titels: ,,Wo liegt/lügt die Wahrheit?" Es bleiben bekannte Fragen nach einer wahren Identität und dieses Leiden der Stars an den netten Fassaden, die sie aufrechterhalten müssen.

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