« | Home | »

Kung Fu in Rome

(La città proibita) I 2025 R: Gabriele Mainetti, D: Yaxi Liu, Enrico
Borello, Sabrina Ferilli 138 Min.

Auftakt nach Maß: Nach einer kurzen Rückblende sind wir mitten drin in
der Action und erleben atemlos, wie Mei (Yaxi Liu) ein Rudel Schurken
verprügelt – erst im Keller, dann im Bordell und schließlich in der
Küche des Chinarestaurants, bis all ihre Gegner vermöbelt oder verbrüht
auf dem Boden liegen und Mei auf die Straße tritt – im chinesischen
Viertel von Rom. Hier ist sie gelandet auf der Suche nach ihrer
Schwester Yun (Haijin Ye). Als Kinder waren sie unzertrennlich. Wenn Mei
im Schrank bleiben musste, während Yun zur Schule ging, berichtete ihr
Yun später von all den Dingen sie erlebte. Unter Chinas Ein-Kind-Politik
führte Mei ihr Leben im Schatten, doch ihr Vater lehrte sie Kung Fu. Das
kommt ihr in Roms Unterwelt gelegen, denn hier führen die Italiener
unter dem rassistischen Gangsterboss Annibale (Marco Giallini) Krieg
gegen die Triaden unter Mr. Wang (Shanshan Chunyu). Mittendrin ist der
Koch Marcello (Enrico Borello), der Mei zur Seite steht und sich
natürlich in sie verliebt.

Die ersten zehn Minuten sind ein Fest für Actionfans. Eine atemlose,
einfallsreiche Martial Arts-Choreographie, temporeich und witzig. Man
spürt die Liebe von Regisseur Gabriele Mainetti für die Kung
Fu-Klassiker mit Bruce Lee und wähnt sich im Action-Film des Jahres.
Doch danach folgen weitere zwei Stunden Film und Mainettis Versuch, den
Genrefilm mit einem italienischen Familiendramödie zu verknüpfen. Das
funktioniert trotz der guten Besetzung und einigen gelungenen Gags
leider so gar nicht und man sehnt sich nach der nächsten Actionsequenz.
Absolutes Lob gebührt neben Stuntchoreograph Trayan Milenov-Troy
(„Mission: Impossible – Rogue Nation“) vor allem Yaxi Liu, die bereits
Stunts mit Jackie Chan meisterte und hier erstmals auch ihr
schauspielerisches Talent beweisen darf.


Ein FILMtabs.de Artikel