Species
USA 1995 Regie Roger Donaldson, mit Ben Kingsley, Michael Madsen, Alfred Molina, Forest Whitaker u.a.
H.R. Giger ist zurück! Der schweizer Designer des Alien läßt Einiges hoffen und Regisseur Donaldson (u.a. "The Getaway", "White Sands", "Cocktail") sorgt für schauerlich gute Spannung um die neue Kreatur "Sil".Sie startet ganz harmlos: Ben Kingsley zerdrückt eine Träne, als er anordnet, daß ein kleines Mädchen in seinem Labor durch tödliches Gas umgebracht wird. Doch so gelenkig wie einst Daryl Hannah in "Blade Runner" flieht das Kind, und ein Team aus Spezialisten mit besonderen Fähigkeiten muß sie wiederfinden. Denn das Mädchen wurde mit außerirdischer DNA geklont. Jetzt entwickelt sie sich rasant und sucht nach Partnern zur Fortpflanzung. Die mittlerweile sehr attraktive Blonde lebt eine äußerst aggressive Sexualität aus. Sie beginnt mit eindringlichen Zungenküssen und endet für das Männchen ähnlich fatal wie für die Gespielen der Gottesanbeterin.
"Species" funktioniert mit flachen Figuren als an sich schematische Jagd. Doch als Thriller mit einigen tollen Schreckmomenten und als Science Fiction mit reizvoller gestalteter Grundidee ist "Species" erste Sahne. Beste Darsteller fangen mangelnde Tiefe der Figuren halbwegs auf. Den Schrecken einer verzehrenden Sexualität des Weiblichen kleidet Giger in aussaugenden und umschlingende Tentakel, die entfernt mit dem Alien verwandt sind. Die eindeutige Lehre des Films lautet für (männliche) Wissenschaftler: "Don't fuck with DNA!"
Günter H. Jekubzik
4 UFOs
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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