Shanghai Serenade
VR China/Fr. 1995 (Yao A Yao Yao Dao Waipo Qiao / Shanhai Triad) Regie Zhang Yimou, 108 Min
Der zur Zeit international erfolgreichste Regisseur der Volksrepublik China verfilmte dieses Historien-Drama aus der Perspektive des vierzehnjährigen Jungen Shuisheng, der in die Triade des Paten Tang aufgenommen werden soll. Bis zum vorletzten Film Zhang Yimous, "Leben!", dessen Aufführung in Cannes 1994 die chinesische Regierung diplomatisch wüten ließ, war bei Yimou eine Entwicklung zu gegenwartnahen Themen erkennbar. Jetzt unter dem Druck des Systems, das Menschrechte mit Panzern überfährt oder jahrzehntelang einsperrt, entstand ein historischer Film über die Mafiabanden, die Triaden Shanghais. Ein gewalttätiger Machtkampf wird inszeniert mit der bekannten, intensiven Farbdramaturgie Yimous. Nach der Niederlage Tangs fliehen die Überlebenden auf eine Insel, werden konfrontiert mit einem anderen, naturverbundenerem Leben, doch auch dies gerät in den blutigen Strudel neuer Auseinandersetzungen. "Shanghai Serenade" wurde teils als Enttäuschung bezeichnet, teils als geschickte Fabel mit deutlichen Gegenwartsbezügen gelobt.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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