Die Schelme von Schelm
Fr/BRD/Ungarn 1995 (The real Schlemiel/Le monde est 'un grand chelm) Regie Albert Hanan Kaminski, 79 Min.
Als Gott die Erde schuf und alle Gaben gleichmäßig verteilte, ließ ein ungeschickter Engel den größten Teil der Dummheit auf das Dörfchen Schelm herniederregnen. So leben die ostjüdischen Schelme - im vollen Bewußtsein ihrer großen Weisheit - ein albernes Leben, das auch den Neuankömmling Aaron erstaunt. Als Waisenjunge wird er vom Synagogendiener Schlemihl aufgenommen und verteidigt bald das Dorf gegen den bösen Zauberer und dessen Geschöpf Golem.Nach Geschichten von Isaac B. Singer zeigt dieser erstaunlich sorgfältige Zeichentrickfilm eine närrische und zugleich weise Gemeinschaft, die schon mal einen Karpfen strafeshalber ertränkt, weil er zu roh war. Auch in den abwechslungsreichen Liedern von Michel Legrand taucht viel jiddisches Leben auf. Ein für Kinder untypischer Stoff, der bis auf einige Schreckmomente zum besseren Zeichentrick gehört und auch Erwachsenen vieles zeigen kann.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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