Rosalie goes shoping
BRD 1988, Regie: Percy Adlon, 94 Min.
Genau um 20.30, nach Beendigung des verlängerten Komsumrausches, begann Rosalie am Donnerstag als Bundesstart ihren filmischen Einkaufsbummel im Movie. Gespielt von Marianne Sägebrecht, jongliert sie mit Kreditkarten, Schecks und Erspartem, um der zehnköpfigen Familie als Übermutter jeden Wunsch zu erfüllen. Da schon mal eine Unterschrift gefälscht oder eine Null vor dem Komma eingefügt wird, kann Konsum für die deutsch-amerikanische Familie ein paradiesischer Genuß sein. Vor dem Fernseher werden die zigmal gesehenen Werbespots a la Sat1/RTL mitgesprochen und - gesungen, während die Sünden Rosalie nur bis zur täglichen Beichte belasten.
Damit ist schon fast alles erzählt, was passiert; ab jetzt wiederholen sich die Szenen ohne Entwicklung oder Überraschung. Formelle Spielereien, zum Beispiel mit Farbfiltern, können ebenfalls nicht begeistern. Trotz, oder gerade wegen der ähnlichen Elemente (Sägebrecht, bayrisch-amerikanische Kultur, Kaffee!) verspielt sich Percy Adlon mit seinem neuen Film den Kredit von "Zuckerbaby" und "Out of Rosenheim".
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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