Quer durch den Olivenhain

Iran 1994 (Zir E Darakhtan E Zeyton) Regie: Abbas Kiarostami, 103 Min.

Abbas Kiarostamis zeigt im ruhigen "Quer durch den Olivenhain" eine einfache und in seinen cinematographischen Reflexionen gleichzeitig sehr komplexe Geschichte um den Dreh von "Und das Leben geht weiter ..." (1992). Der weltweit hochangesehene iranische Regisseur entwirft ein reizvolles Spiel von Realität und Filmfiktion. Es vermittelt in der zig-fachen Wiederholung einiger Szenen harte Dreharbeit, auf zwei Ebenen verflochten mit der unglücklichen Liebe des Laiendarstellers Hossein zu seiner Filmpartnerin. Die erforderliche Geduld des Publikums wird mit einer der schönsten Schlußszene der Filmgeschichte belohnt: An dem prägnanten Hügel, den Mohammed auf der Suche nach dem Haus seines Freundes mehrfach überquerte, erfüllt sich das Werben Hosseins in der Tiefe einer extrem langen Einstellung.

Kiarostami vollendete mit "Quer durch den Olivenhain" eine Spielfilmtrilogie: Auf den großen internationalen Erfolg "Wo ist das Haus meines Freundes?" (1987) baute "Und das Leben geht weiter ..." auf, der die Produktion des ersten Films unter iranischen Bedingungen reflektierte und über die Folgen des verheerenden Erdbebens an den ehemaligen Drehorten berichtete. Der dritte Teil der verschachtelten Trilogie schließt sich nun mit der Behauptung an, die Entstehung einer Szene des zweiten Teils dokumentieren zu wollen.


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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