Outbreak - Lautlose Killer
USA 1995, (Outbreak) R: Wolfgang Petersen, 125 Min.
In einem kenianischen Dorf tötet eine unbekannte Krankheit innerhalb weniger Tage die gesamte Bevölkerung nach grausamen Leiden. Damit beginnen zwei Filme: "Outbreak" sowie "... und das Leben geht weiter" von Roger Spottiswoode. Während es dem älteren Film in der Folge ergreifend gelingt, mit einem breitem Spektrum an Figuren die Verbreitung des Aids-Virus chronologisch nachzuzeichnen, müht sich "Outbreak" lange mit Animationen, erschüttert vorgetragenen Erkenntnissen und eher witzigen Trickaufnahmen, ein anderes tödliches Virus vorzustellen. Zwar wird schnell der Konflikt zweier Positionen innerhalb des amerikanischen Militärs klar: Oberst Daniels (Dustin Hoffman) will das Virus bekämpfen, aber auch jeden Kranken retten. General McClintock (Donald Sutherland, kurz und eindrucksvoll gemein) will das Virus eindämmen, dabei bombt er gerne auch mal tausend Amerikaner (!) ins Jenseits, denn das nur so bleibt die biologische Waffe, die das Virus eigentlich ist, einsetzbar.
Aber erst als die Kerntruppe der Stars um Dustin Hoffman angesteckt ist und dieser gegen seine bombenfreudigen Vorgesetzten kriminalistisch und actionreich aktiv wird, packt Petersen Film. Diagnose: Zu lange Inkubationszeit bis die Spannung ausbricht. Und dann ist es eigentlich egal, ob es um ein Virus oder etwa einen Mikrofilm geht.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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