Menace II Society
USA 1993, R: Allen und Albert Hughes, 107 Min.
Von jungen Schwarzen, die das, was wir uns im Kino besehen, wirklich durchlebt haben, stammt auch dieser authentische Spielfilm. Er kommt aus den mörderischen Schwarzen-Ghettos der USA, wo sich die Jungens mit unglaublichen Waffen-Arsenalen gegenseitig die Lebenschancen abknallen. Hochgradig aufgeladene Situationen, Leute, die jederzeit durchdrehen und den erschießen, der ein falsches Wort wagte - das ist Alltag auch im Stadtteil Watts. Caine begreift sehr langsam, daß es dort keine Zukunft und kein Überleben gibt. Aber es ist fraglich, ob irgendeiner der Clique auch nur das Ende des Film erreichen wird.
"Menace II Society" (Gefahr für die Gesellschaft) ist im Stil ruhiger, konzentrierter als die Vorgänger seines jungen Genres, eher einem französischen Film als einem Spike Lee gleichend. Damit die Atmosphäre richtig 'rüberkommt, müßte allerdings die Originalversion gezeigt werden.
Diese Filme aus den städtischen Kriegsgebieten erinnern vom Handlungsgerüst her stark an Godards "Außer Atem", nur daß sich das heute tatsächlich blutig auf den Straßen abspielt und kein künstlerischer Ausdruck einer sinnlosen Flucht ist.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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