Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft
(Honey, I shrunk the kids) USA 1988, Regie: Joe Johnston, 101 Min.
Kurz vor Jahresende überrascht ein begeisternder Knüller mit viel Witz und brillianter Technik: "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft". Dieser Schreckensruf eines leicht verrückt wirkenden Professors (Rick Moranis) ist fällig, nachdem seine 'incredible shrinking machine' Tochter Amy, Sohn Nick und die beiden Nachbarskinder auf Stecknadelgröße reduzierte. Die Suche nach ihnen wird in einen (noch grünen) Heuhaufen verlagert, da der eifrige Forscher die Kleinen mit dem Staub ausfegt. Aus den wenigen Schritten zum Müllbeutel erwachsen in der Perspektive des Kinderpaares fünfzehn abenteuerliche Kilometer Urwald. Die darin lebenden gigantischen Insekten hätten auch Jack Arnold vor Begeisterung anschwellen lassen. In modernen Zeiten kommen ferngesteuerte Rasenmäher und schwindelerregende Flugsequenzen auf einer Biene als Bedrohungen hinzu. Die Bombeneinschläge eines Rasensprengers machen hier endlich deutlich, woher dieser seinen Namen hat. Erstzunehmende Charakterveränderungen lassen die Technik nicht leerlaufen: Die Kinderpaare lernen sich verstehen, Ron und Andy überwinden ihre Pubertätsprobleme im romantischen Legostein und auch die Eltern finden zueinander. Die Übergänge zwischen großer und kleiner Ebene sind hervorragend und gelungene Wort-Bildassoziationen machen deutlich, daß es nicht nur um äußerliches Wachsen geht. Als Zugabe dieses zweifach fantastischen Films gibt es einen der besten Vorspanne des Jahres und ein kurzes, überaus hektisches Wiedersehen mit Roger Rabbit und Baby Herman.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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