Die Killerbrigade
USA 1989 (The Package) Regie: Andrew Davis, 108 Min.
Friedens-kÄmpfer
Reagans Ära ist zu Ende, weltpolitisches Tauwetter führte zu einigen Erdrutschen. Doch in in frostigen Produktionsetagen überwinterten Kalter Krieg, Vietnam und Irangate. Als Schnee von gestern kriegen wir deshalb mit der "Killerbrigade" einen Polit-Thriller in zweifacher Hinsicht vorgesetzt.
Vordergründig ist das Thema die Sicherung des Weltfriedens, denn uneinsichtige Militärs aus Ost und West wollen 'Gorbi' in Chicago ermorden lassen, um das nukleare Gleichgewicht auf hohem Niveau zu erhalten. Doch wenn Gene Hackmann in einer Vietnam-Veteranenrolle verheizt wird und alle anderen 'guten' Militärs auch mit Wehmut an ihre sinngebende Vergangenheit in der grünen Hölle denken, weist sich der Film als einer von vielen medialen Kriegszügen aus, die 'nationale amerikanische Schanden' nachträglich gewinnen wollen. Die temporeiche, stark von der Musik unterstützte konventionelle Aktion verdeckt diese Manipulationsversuche schnell. Doch wenn die nicht gerade neu wirkenden Handlungsteile damit beginnen, daß in dünnbelaubten berliner Wäldchen Krieg gespielt wird, ist das nicht nur unfreiwillig komisch, es erinnert auch an die übermäßige Fürsorge der US-Weltpolizei in Vietnam, Grenada und Panama.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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