Im Namen des Vaters
Irland/GB/USA 1993 (In the name of the father) R: Jim Sheridan, 127 Min.
Politik spannend erlebbar gemacht, das gelang Sheridan ("Mein linker Fuß") mit der mitreißenden Verfilmung eines grausamen Justizskandals in England. Schon die erste Szene nimmt fast den ganzen Film vorweg: Den gedankenlos mit einem Stock E-Gitarre spielenden Garry halten die britischen Soldaten für einen Heckenschützen mit Gewehr im Anschlag. Die wilde, superspannende Jagd durch enge Gassen geht noch gut aus. Doch bei der zweiten Fehlbeobachtung der Briten ist die englische Bevölkerung durch mehrere Bombenanschläge aufgehetzt und die Polizei will ihr einen Sündenbock liefern. Mit Gewalt und der Fälschung von Beweisen wird gleich Garrys ganze unschuldige Groß-Familie für viele Jahre ins Gefängnis gebracht.
"Im Namen des Vaters" ist nicht nur von Daniel Day-Lewis perfekt gespielt. Er funktioniert auf vielen Ebenen. So verweist "Vater" auf das Vater-Sohn-Verhältnis, aber auch auf die Beziehung Irlands zum übermächtigen Staat Großbritannien. Die Thematik solcher staatstragender Urteile ist immer noch und in vielen Ländern aktuell.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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