Garfield

USA 2004 (Garfield: The Movie) Regie: Peter Hewitt mit Breckin Meyer, Jennifer Love Hewitt, Stephen Tobolowsky 80 Min.

Endlich mal eine anspruchsvolle Literaturverfilmung, eines der Meisterwerke der abendländischen Kultur wurde für die Leinwand aufbereitet: Garfield - nicht nur mit 4 Bildern pro Tag in der Comicspalter der Zeitung sondern mit 24 Bildern in der Sekunde als Mischung aus Real- und digitalem Animationsfilm! Dieser dicke Kater ist Lasagne-Liebhaber und eindeutiger Sympathieträger: Frech, ungezogen, verfressen, egoistisch, eingebildet, hinterhältig. Tanzend zu einem Video der "Black Eyed Peas" ist Garfield ein Hit, großartig sind seine Kommentare - im Original gesprochen von Bill Murray, in der deutschen Version ... von wem wohl? Richtig, von Kuck mal, wer da spricht: Thomas Gottschalk.

Allerdings hat der Film einen großen Fehler: Die menschlichen Nebenrollen! Und dann gibt es da noch eine Handlung, die sich weiter spannt als die üblichen vier Comic-Bilder - großes Problem. Eine Gemein- oder Frechheit alle paar Sekunden, mehr braucht Garfield nicht. Aber da muss ja dieser Hund Oddi hinzukommen, nur weil Herrchen (Peter Hewitt) unbedingt mit der Veterinärin (Jennifer Love Hewitt) anbändeln will. Und in den Bemühungen, den dämlichen Vierbeiner wieder raus zu werfen, geht der Kater zu weit, bereut und macht alles wieder gut - kennt man ja. Doch bei Garfield enttäuscht solch Edelmut nur. Wieder ein echter Held weniger in dieser traurigen Welt.
Als Vorfilm gibt es übrigens "Gone Nutty" mit dem Eichhörnchen aus "Ice Age".

http://www.garfield-derfilm.de


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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