Frühlingserzählung
("Conte de printemps" Frankreich 1989, Regie und Buch: Eric Rohmer, 112 Min.)
Eric Rohmer beginnt seinen neuen Zyklus, den der vier Jahres zeiten, mit einem frischen Frühlingsstrauß. Wer Rohmer kennt, weiß daß uns alltägliche scheinende Ereignisse erwarten. Mit einer schönen Leichtigkeit inszeniert er das Eintreten der Philosophiedozentin Jeanne in eine Dreierkonstellation aus Vater, Geliebte und Tochter. Zu Ende des Films ist eigentlich nichts geschehen, doch das ist vorher nicht zu wissen, wie ein Tischgespräch philosophisch begründet. Gerade das oberfläch lich Belanglose fasziniert bei Rohmer, weil die Gespräche mehr über die Sprechenden verraten, als diese selber wissen. "Conte de printemps": eine leichte "Frühlingserzählung", ein fein konstruiertes Märchen in dem sich drei Wünsche erfüllen, eine scharfe Analyse menschlichen Verhaltens unter dem Objektiv eines Regisseurs oder ein komplexer filmischer Gedankengang.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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