Frankie Starlight

Irland 1995 Regie: Michael Lindsay-Hogg, 100 Min.

Ein Film zwischen den Sternen: Vor der Erinnerung an die Schrecken des 2.Weltkrieges flieht Bernadette aus Frankreich nach Irland. Bereits schwanger erlebt sie die Liebe mit dem verheirateten Zollbeamten Jack Kelly, dessen Frau später sogar die hilflose Mutter Bernadette aufnehmen wird.Dies ist der Anfang der Geschichte vom zwergwüchsigen Frank, dem Sohn Bernadettes. In einem Buch erzählt der zynische und einsame Erwachsene von seinem ersten Vater Jack, der ihm die Welt der Sterne wies. Und von seinem ersten großen Freund Klout, der Bernadette und Frankie mit nach Amerika nahm.

In einer himmlischen Schwebe zwischen Kitsch und übersüßer Gefühlsschwelgerei berührt diese bewegte Geschichte. Franks frustrierende Gegenwart ernüchtert die vielen wunderbaren und schrecklichen Ereignisse der Kindheit. Die Poesie bringt als Sternenvater Gabriel Byrne (der sich auch als Produzent für irische Geschichten stark macht). Anne Parillaud ("Nikita", "Flucht aus dem Eis"), mit ihrem verträumten Blick ein Wesen für eine andere Welt, ist von Anfang an eine heilige Bernadette. Frank wird jung und herzlich von Alan Pentony gespielt. Bemitleidenswert und erwachsen von Corban Walker. Der Regisseur Michael Lindsay-Hogg überrascht mit diesem gefühls-vollen Film nach dem enttäuschend sterilen Kunstobjekte "Das Objekt der Begierde" (1991).


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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