Frameup
USA 1993, R: Jon Jost, 91 Min.
Mit "Frameup" führt der noch zu entdeckende Regisseur Jon Jost sein Publikum aufs dramaturgische Glatteis. Seine Figuren Beth und Ricky-Lee führen ewig lange Trivial-Dialoge, rauben in der Gegend herum, wobei der Lauf ihrer Pistole weiter reicht als der Verstand. Und schon wissen alle, was mit diesen Figuren nach den Gesetzen des Films geschehen muß. Die Falle - "Frameup" - ist auch hinter den Zuschauern zugeschnappt. Die witzige und ruppige Geschichte schrieb Jon Jost während des Drehs für "Wie man sich bettet", einem wesentlich ernsteren Film. Mit der spürbaren Leichtigkeit der Ablenkung inszenierte er "Frameup" mit einem kleinen Team in nur zehn Tagen.
PS: Am Anfang des Film testet Jost die Vorführbedingungen des Kinos. Wenn also ein Teil des Kontroll-Frames nicht in die Leinwand paßt, hat das Kino gespart oder der Vorführer meint besser als der Film zu wissen, wie er gedacht war.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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