Der Fluch

USA, Japan 2004 (The Grudge) Regie: Takashi Shimizu mit Sarah Michelle Gellar, Jason Behr, KaDee Strickland 90 Min.

Nicht nur in Sachen Elektronik, auch bei Horror erweist sich Japan neuerdings als Trendsetter: Nach "Ringu" wurde jetzt auch die Gruselserie "Ju-On" für den westlichen Markt blondiert, diesmal trotzt Ex-"Buffy" Sarah Michelle Gellar dem schlecht frisierten, japanisch traditionell bekleideten Schrecken.

Die blonde Austauschstudentin Karen kümmert sich in Tokio um eine bettlägerige alte Dame. Knarrende Böden und andere Horror-Geräusche machen ihr klar, dass hier ein Gruselfilm läuft - und etwas nicht stimmt. Dauernd huscht eine Gestalt mit schwarzen Haaren und weißem Kimono hinter den japanischen Schiebetüren hin und her. Ist es Nena oder noch schlimmer? Karen blickt ihr bald ins Gesicht, doch eine von vielen Rückblenden unterbricht die an sich recht knappe Handlung.

Eine nicht besonders talentierte Hauptdarstellerin, das Röcheln des Gespenstes, flackerndes Licht, ein ruckender Gang. "The Grudge" spannt nicht lang auf die Folter, springt einem mit dem angeblichen Schrecken direkt ins Gesicht. Und da liegt vielleicht das Geschickte dieses unaufdringlichen Gruselns. Der Reiz, der vom Original bleibt, ist das Unerklärliche. Mystisch nicht unbedingt, dazu ist das erschreckend sollende Kinder- und Frauengesicht zu banal. Doch das Wichtigste für den Kassenerfolg: Diese japanische Nena bringt mit der Radikalität des "Alien" um und das Publikum hat Spaß daran.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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