The Delivery

Niederlande/Belgien 1999. Produktion: Rebel Entertainment Inc., Two Independent BV. Produzenten: Thijs Bayens, Roel Reiné. Regie: Roel Reiné. Buch: David Hilton. Kamera: Jan van den Nieuwenhuyzen, Roel Reiné. Schnitt: Jeff Hertogs, Roel Reiné. Darsteller: Fedja van Huêt (Alfred), Freddy Douglas (Guy), Aurélie Meriel (Loulou), Esmée de la Bretonière (Anna), Jonathan Harvey (Marc), Christopher Simon (Pierre), Rik Launspach (Spike), Hidde Maas (Gerard), Dimme Treurniet (Bear), Yoshi Ota (Spikes Gehilfe), Steve Hudson (Jerome). 96 Min. FSK: ab 18. Verleih: Sunfilm.

Aus Geldnot verdingen sich Alfred und Guy, eine Wagenladung Extacy von Amsterdam nach Spanien zu transportieren. Der sinistere Auftraggeber nimmt "zur Sicherheit" Alberts Frau Anna als Geisel und zwingt die Freunde auf einen Zickzack-Kurs mit täglichen Kontrollpunkten. Nach einem skurrilen Unfall - ein VW-Käfer fällt vom Himmel - wird die rothaarige Loulou zu ihrer Beifahrerin. Nach einem Attentat ihrer Terroristen-Organisation AAEU (Army Against European Unification) flieht Loulou vor ihrem Partner. Der und ein Interpol-Kommissar, dessen Hand die AAEU wegsprengte, verfolgen das Trio durch Belgien, Frankreich und Spanien. In den wechselnden Tempi des Road Movie überwinden die Gejagten immer wieder neu auftauchende Schwierigkeiten, bevor es am Übergabepunkt der Drogen zum Showdown kommt.

"The Delivery" ist ein weiterer niederländischer Film, der sich verzweifelt nach Hollywood streckt. (Eine neue Filmförderung mit Steuervergünstigungen für Investoren ließ einige solcher übereilten Projekte entstehen.) Während der alte Routinier Dick Maas ("Amsterdamned", "Down") einiges handwerkliches Talent einbringen kann, bleiben Nachbauten wie dieser immer wieder im Versuchsstadium hängen.

Das schwache Road Movie, das Thriller sein will, reiht ungelenkt herbei gezwungene Szenen aneinander, die von überzogenen Techno-Sounds künstlich angetrieben werden. Schlecht entwickelte Figuren - albern entworfene Terroristen - sperren sich, die aufgepfropften Entwicklungen mitzumachen. Zudem sind sie mit einem Übermaß an Motiven und Psychologie beladen. Die schwachen Darsteller mühen sich in deutlich niederländischem Englisch ab, so dass sie immer neben ihren Rollen stehen. Als Schauwert bleiben viele Autos, die wie im Werbefilm durch europäische Landschaften fahren.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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