Durst
Von Günter H. Jekubzik
Arthur, der Ausreißer, mischte nach der Rückkehr sein Heimatdorf auf. Wie bei der Begegnung eines Außerirdischen mit einer normalen Gemeinschaft, erschüttert der junge Wilde die Leben der Pfarrerstochter Sabine, des Arztsohnes Ernst, die wiederum den Rest der Ruhe zerstören. Mit moralischen Leitfiguren, die ihren Schützlingen sagen: "Ich beschütze dich vor dieser Zeit," war klar, daß Arthur Jäger der Gejagte sein wird. Dabei gingen Arzt, Lehrer, Pfarrer allesamt lustvoll auf die Angebote der Jugendlichen ein.
Sich gehen lassen oder sich beschränken, der Gegensatz von schockierenden, wilden und mutigen Ausbruchsversuchen sowie den von der Erfahrung nur mit Mühe gezügelten Erwachsenen: Autor und Regisseur Martin Weinhart setzte Figuren mit ihren speziellen Lebensrahmen in spannende Bilder. Da stimmte alles, Musik, eine sehr sorgfältige Bildgestaltung, treffende Dialoge. "Durst" in der jungen Reihe von West 3 "Avanti Debütanti", brillierte zudem mit jungen Schauspieler, Jürgen Vogel als Arthur und Nicolette Krebitz als Sabine bei ihrem Frühlingserwachen.
Eine Kritik von Günter H. Jekubzik
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