Donusa
Griechenland/BRD/Schweiz 1992, R+B: Angeliki Antoniou, 87 Min., OmU
Auf Donusa, einer kleinen Insel der Ostkykladen, steigt ein deutscher Photograph aus der Fähre. Die verschlossene Dorfgemeinschaft verhält sich distanziert und mißtrauisch gegenüber dem Fremden. Nur der Wirt, ehemaliger Gastarbeiter, und ein stummer Hirte lassen Kontakt zu. Die Situation spitzt sich zu als eine seltsame junge Frau Verständigung mit dem Photographen sucht. Doch er erkennt nicht die Inzest-Tragödien des Dorfes und die grausame Geschichte nimmt ihren rettungslosen Verlauf.
Angeliki Antoniou und ihr schweizer Kameramann Pio Corradi vermitteln "Donusa" mit distanzierten, aber dennoch sehr eindringlichen Bildern. Der Preisträger des Festivals von Locarno fasziniert und erschüttert gleichermaßen.
Eine Kritik von Günter H. Jekubzik
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