Cadence - Ein fremder Klang
USA 1990 (Cadence) Regie Martin Sheen
Ein fremder Klang im Marsch-Balett von fünf schwarzen Häftlingen bildet der weiße Gefangene Franklin Bean. Nach dem Tod seines Vater verweigert er der Armee, die gerade (1965) die Vietnamesen abschlachtet, den Gehorsam. Auch im Militärgefängnis von Wittsburg (amerik. für Würzburg!) geht das Rütteln an alten Autoritäten weiter: Gegen die Einflüsterungen des Kommandaten McKinney (und der Verleihwerbung) entwickelt sich kein schwarz/weiß-Kampf im Knast-Käfig. Bean wird stattdessen zum solidarischen Gleichberechtigungskämpfer. Mit einem leicht satirischen Einschlag (Catch 2,2) geht es angenehm action-arm auf das tragische Ende zu. Der gesellschaftliche Konflikt zwischen den Vätern und Söhnen wird von Daddy Martin Sheen (Regie und die Rolle McKinneys) und Sprößling Charlie Sheen (Bean) symbolisiert. Die eigentliche Tragik liegt allerdings im unschlüßigen Ausgang des Kampfes gegen die Windmühlenflügel der Autorität.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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