Barschel - Mord in Genf
BRD 1993, R.u.B: Uwe Boll, Frank Lustig, 90 Min.
Nach der Low Budget Produktion "German Fried Movie" machte sich das Boll/Lustig-Team gegen alle Widerstände der deutschen Förderungsgremien an das politisch brisante Thema Barschel heran. Eingebunden in das Gespräch zwischen einem Filmautoren und einem Produzenten werden verschiedene Thesen zu den Ereignissen in Genf vorgetragen. Die mit vielen Ungereimtheiten behaftete Selbstmordtheorie wird zum Beispiel abgelöst von einer Sterbehilfetheorie. Spekulativen Bilder aus dem Genfer Hotelzimmer sind dabei seltener zu sehen als referierende Figuren, sei es der um sein Drehbuch kämpfende Autor, seien es fiktive Zeugen. Auch wenn die geringen Mittel der Filmemacher Boll und Lustig nicht dauernd ins Auge springen, fehlt eine filmisch interessante Aufbereitung - vielleicht doch nach dem gescholtenen Muster "JFK"? Teilweise dient die Barschel-Geschichte nur als Hintergrund einiger Statements über die Situation des Films in Deutschland.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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