Asterix in Amerika

BRD 1994, R: Gerhard Hahn, 90 Min.

Es war einmal ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf, das Comic-Geschichte machte und vor allem an den deutschen Kinokassen den Invasionen des großen Cäsaren Walt Disney tapfer Widerstand leistete. So ist der siebte Asterix-Zeichentrick eine rein deutsche Produktion mit anständig kräftigen Zeichnungen, vor allem anfangs schlagfertigem Wortwitz und einer aus Fragmenten mehreren Asterix-Abenteuer zusammengebastelten Handlung. Auf Fischfang für den lebenswichtigen Zaubertrank fallen Asterix und Obelix am Ende der Welt, die damals noch eine Scheibe war, nicht einfach runter, sondern den Indianern in die Hände. Während Cäsar mit einem richtig italienisch palavernden Zenturio das wehrlose Dorf belagert, retten die knollennasigen Helden ihren Medizinmann vor dem Marterpfahl.

Nach vielen neuen Bild-Einfällen mit Römern beim Üben der verrücktesten Gefechtsformationen ging den Kreativen irgendwann der Zaubertrank aus: Plötzlich statt der witzigen Szenenübergänge nur noch 'Black Out' bei dem dann auch die grausam unpassend dramatische Musik von Harold Faltermeyer richtig auffällt. Schade, mit nur etwas mehr Sorgfalt wäre es ein richtig spaßiger Extrafilm geworden. (Der Fan vermißte auch einige der besseren optischen Einfälle aus den Asterix-Heften - aber so ist es ja immer bei Literaturverfilmungen.)


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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