Asterix - Operation Hinkelstein
BRD/Fr 1988 (Asterix et le coup de menhir) R: Philippe Grimond, 80 Min.
Die originelle Literaturverfilmung einigt die Klassiker "Asterix und der Zaubertrank" sowie "Der Seher" in der Übertragung auf das Medium Film. Auch wenn die Textgenauigkeit erstaunt, scheiden sich die Geister an der Vertonung der im Comic leblos bleibenden Sprechblasen. Mit den Stimmen von Wolfgang Völz (Majestix), Günter Strack (Obelix) und Jürgen von der Lippe (Asterix) ist dem deutschen Synchron-Team die Umsetzung gelungen. Zeitweise wirkt es, als haben sich die Bewegungen noch nicht ganz von der Einzelbildfolge zum filmischen Bilderfluß - wie wir ihn perfekt von amerikanischen Produktionen kennen - gelöst. Ein häufiger Wechsel der Perspektive führt wilde Rauschphantasien des durch einen Hinkelsteinwurf verletzten Miraculix vor. Das andere, schnellere Bildmedium fordert seinen Preis mit einer rasanten (englischen) Musikeinlage. Schwiegermütter-Scherze weisen auf gesunkenes Sprachniveau hin. Insgesamt ist es nicht einzusehen, weshalb immer wieder Asterix-Klassiker und andere hehre Güter unseres zentraleuropäischen Kulturschaffens der im tiefsten Grade minderwertigen Unterhaltungsbranche "Film" zugeführt werden.
PS: Der deutsche Jugendfilmverleih bereitete mit dieser Wiederaufführung von "Asterix - Operation Hinkelstein" auf den neuen Asterix-Film vor und ahmte der erfolgreichen Vermarktungsstrategie des Disney-Konzerns nach.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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