Aladdin
USA 1992, Regie: John Musker, Ron Clements, 90 Min.
Passend zu den erhellenden Schilderungen seiner Aufgaben und Möglichkeiten wechselt der bläuliche Geist rasant seine Form. Ihn der Wunderlampe, die ihn 10.000 Jahre gefangenhielt, muß auch ein Fernsehgerät gesteckt haben. So bewußt wie der freundliche, sehr menschliche Dschinni jonglierte noch kein Flaschengeist mit Film- und TV-Zitaten. In den USA, wo "Aladdin" im Weihnachtsgeschäft 1992 mit 216 Millionen eingespielten Dollar zum finanziell erfolgreichsten Zeichentrickfilm aufstieg, lieh Robin Williams dem Dschinni seine Stimme (synchronisiert von Peer Augustinski). Für die recht sparsam eingesetzten Lieder gab es schon zwei Oscars (Beste Musik, Bester Originalsong).
Auffällig an der bekannten Geschichte eines armen Diebes, der mit Hilfe der Wunderlampe die Königstochter gewinnen kann, ist die Armut Aladdins, der aus Hunger stehlen muß. Diese Extremsituation konnten nicht nur in den USA sicherlich viele Zuschauer nachempfinden, die sich dann am Trost über Aladdins guten Kern erwärmten. Vielleicht entsprechen auch die vielen Stürze Aladdins - in schwindelerregender Tricktechnik - einem realen Lebensgefühl. Einige verblüffende Effekte entstammen der Computer-Animation, andere Szenen lassen leider die übermalten Bewegungen von Realschauspielern erkennen.Das Publikum wird der schönen Königstochter Jasmin zustimmen: "Ich fühle mich wie in einem Märchen".
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Die Zeichner der Disney-Studios hauchten dem bekannten orientalischen Märchen von Aladdin und der Wunderlampe neues Leben ein - und was für eins: Da läßt der Flaschengeist Dschinni alle möglichen Puppen tanzen und legt mit dem fliegenden Teppich eine flotte Sohle aufs Parkett. Denn wieder sind es die begleitenden Tiere und Gegenstände, die ihren farbloseren Herrchen und Frauchen oft die Show stehlen. Der absolute Überflieger in dieser Hinsicht ist ein wandernder, spielender, verfolgender, gestikulierender, kurz sehr menschlicher Teppich. Nur noch der Dschinni erhebt sich variantenreicher über ihn und beherrscht die Lacher. Sein Auftritt gestaltet sich als gigantische Entertainment-Einlage. Passend zu den erhellenden Schilderungen seiner Aufgaben und Möglichkeiten wechselt der bläuliche Geist rasant seine Form. Ihn der Wunderlampe, die ihn 10.000 Jahre gefangenhielt, muß auch ein Fernsehgerät gesteckt haben. So bewußt wie der freundliche, sehr menschliche Dschinni jonglierte noch kein Flaschengeist mit Film- und TV-Zitaten. In den USA, wo "Aladdin" im Weihnachtsgeschäft 1992 mit 216 Millionen eingespielten Dollar zum finanziell erfolgreichsten Zeichentrickfilm aufstieg, lieh Robin Williams dem Dschinni seine Stimme (synchronisiert von Peer Augustinski). Für die recht sparsam eingesetzten Lieder gab es schon zwei Oscars (Beste Musik, Bester Originalsong).
Auffällig an der bekannten Geschichte eines armen Diebes, der mit Hilfe der Wunderlampe die Königstochter gewinnen kann, ist die Armut Aladdins, der aus Hunger stehlen muß. Diese Extremsituation konnten nicht nur in den USA sicherlich viele Zuschauer nachempfinden, die sich dann am Trost über Aladdins guten Kern erwärmten. Vielleicht entsprechen auch die vielen Stürze Aladdins - in schwindelerregender Tricktechnik - einem realen Lebensgefühl. Einige verblüffende Effekte entstammen der Computer-Animation, andere Szenen lassen leider die übermalten Bewegungen von Realschauspielern erkennen.Doch "Aladdin" ist vor allem wieder einmal ein abgerundeter Trickfilmspaß für jedes Alter mit Romantik, Humor und netten Figuren. Das Publikum wird der schönen Königstochter Jasmin zustimmen: "Ich fühle mich wie in einem Märchen".
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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