After the Sunset

USA 2004 (After the Sunset) Regie: Brett Ratner mit Pierce Brosnan, Salma Hayek, Woody Harrelson 100 Min.

Über den Dächern der Strandvillen

Max (Pierce Brosnan), ein stilvoller Gentleman-Ganove, und seine aufregende Partnerin Lola (Selma Hayek) setzen sich nach einem besonders raffinierten Diamanten-Raub zur Ruhe, sind aber bald extrem angeödet vom karibischen Urlaubsparadies. Lola lotet neue Hobbys aus, fängt sogar an zu kochen. Da kommt ein Besuch vom düpierten FBI-Agenten Stanley Lloyd (Woody Harrelson) gerade recht, denn der informiert sie über einen besonderen Diamanten, der demnächst auf einem Ausflugsschiff vor Anker gehen wird. Lola hat Angst um ihren Liebsten, so muss Max gleich mehrere misstrauische Nasen ablenken, denn auch der Insel-Pate will was von ihm.

Es ist ein besonders edles Stück aus der Sammlung Gaunerkomödien: "After the Sunset" sieht in vieler Hinsicht gut aus und hat vor allem Stil. Pierce Brosnan macht sowohl als Agent oder Krimineller eine gleich gute Figur. Im Mustang braust er über die Sonneninsel, gefolgt von Stanley Lloyd im eidoterfarbenen Mini-Leihwagen. Seit sieben Jahren ist er schon hinter Max her, wird immer wieder vom clevereren Gentlemandieb reingelegt. Jetzt führt der stilvolle Lebemann den Beamten-Tölpel in die Verführungen süßen Lebens ein. Stanley bedankt sich mit FBI-Mütze, einem Six-Pack Bier und einigen Wanzen. Beim Angelausflug ziehen sie einen kleinen Hai an Bord und erlegen ihn fachmännisch mit der Pistole, nicht ohne ihm vorher seine Rechte vorgelesen zu haben. Viel Humor gibt es auch in anderen Lagen, die beiden Herren sprechen sich mal aus, landen besoffen in einem Bett, wo sie prompt von FBI erwischt werden.

"After the Sunset" wird mit sehr viel Stil präsentiert und gespielt, macht in jeder Szene Spaß. Vor allem Harrelson als der Depp vom FBI landet die gröberen Gags, während Brosnan für das Besondere zuständig ist. Das Überraschende ist kaum der Ausgang der komplexen Tricksereien, sondern dass sich jemand bei einem solchen Film noch mal richtig Mühe gegeben hat.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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