{"id":6822,"date":"2026-04-07T18:40:48","date_gmt":"2026-04-07T16:40:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?p=6822"},"modified":"2026-04-08T13:53:37","modified_gmt":"2026-04-08T12:53:37","slug":"de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2026\/04\/07\/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde\/","title":{"rendered":"De magie van de Amstel Gold Race &#8211; Leo&#8217;s laatste ronde"},"content":{"rendered":"<div class=\"postie-post\">30 Jahre Koersdirektor Leo van Vliet?<br \/>\n(Tom Dumoulin \u00fcbernimmt von Leo van Vliet)<\/p>\n<p>Am 10. April 2026 feiert die Sport-Dokumentation \u201eDe magie van de Amstel Gold Race \u2013 Leo\u2019s laatste ronde\u201c im Heerlener Royal-Kino im Rahmen des \u201eDutch Mountain Fiets Film Festival\u201c (DMFFF) Premiere. Der Film zeichnet ein nahes, durchweg sympathisches Portr\u00e4t von Leo van Vliet, der das einzige niederl\u00e4ndische WorldTour?Eintagesrennen drei Jahrzehnte lang gepr\u00e4gt hat. Von 1996 bis 2026 war er Koersdirektor \u2013 eine \u00c4ra, die der Film mit gro\u00dfer Zuneigung, aber ohne kritische Sch\u00e4rfe nacherz\u00e4hlt. Er begleitet van Vliet auf seinen letzten Wegen rund um den Cauberg und durch Limburgs Radsportlandschaft.<\/p>\n<p>Die Dokumentation bl\u00e4ttert durch van Vliets Geschichte wie durch ein pers\u00f6nliches Album. Sie besucht \u201eseinen\u201c Platz im Ferienhauspark auf dem Cauberg, zeigt ihn im Gespr\u00e4ch mit Wegbegleitern und l\u00e4sst ihn durch die Orte wandern, die sein Berufsleben bestimmt haben. F\u00fcr den Autor dieser Zeilen verbindet sich die Dokumentation mit einer eigenen Erinnerung: Bei einem Event von \u201eLimburg Crossboarder Cycling\u201c sa\u00df er selbst neben van Vliet, der damals sichtbar mit der Entscheidung rang, das Ziel erneut zu verlegen. Die Verschiebung vom Cauberg nach Vilt erwies sich sp\u00e4ter als kluger Schritt, weil das Rennen dadurch an Attraktivit\u00e4t gewann und die Entscheidung nicht mehr bis zum allerletzten Meter hinausgez\u00f6gert wurde. Solche Momente der Weitsicht tauchen im Film immer wieder auf, ohne dass sie laut betont w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Auch van Vliets eigene Karriere als Fahrer wird liebevoll nachgezeichnet. Er erscheint als Teamplayer im legend\u00e4ren TI?Raleigh?Rennstall von Peter Post, an der Seite von Jan Raas und Gerrie Knetemann, mit einer Mischung aus Respekt und Furcht vor dem Mannschaftszeitfahren mit diesen dominanten Figuren. Seine beste Platzierung im Amstel Gold Race war ein achter Platz \u2013 kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Raas das Rennen in jener Zeit mit f\u00fcnf Siegen in das \u201eAmstel Gold Raas\u201c verwandelte.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Reiz des Films liegt in der Einbettung in die regionale Radsportkultur. Rund um den gef\u00fcrchteten Cauberg und das \u201eber\u00fchmteste Dorf der Rad-Welt\u201c Valkenburg entsteht ein atmosph\u00e4risches Bild, das zeigt, wie sehr dieses Rennen Teil der Identit\u00e4t Limburgs geworden ist. Van Vliet erscheint als Organisator ohne Starall\u00fcren, der \u00fcberall freundlich begr\u00fc\u00dft wird und offensichtlich bis heute ein Teamplayer geblieben ist. Der Film zeigt ihn bei tausend kleinen Aufgaben: bei einem Spa\u00df-Zeitfahren am Cauberg, beim Entfernen von Verkehrs-Mobiliar von der Strecke, bei organisatorischen Details, die sonst niemand wahrnimmt. Gleichzeitig erinnert er an existenzielle Herausforderungen wie die BSE?Krise oder die Corona-Pandemie, die einschneidende Ma\u00dfnahmen erforderten, um das Rennen \u00fcberhaupt durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Auch die Tourenfahrer-Version mit ihren 15.000 Teilnehmenden findet ihren Platz und unterstreicht die enorme Breitenwirkung des Events.<\/p>\n<p>Begleitet wird van Vliet im letzten Jahr seiner Amtszeit von Regisseur Bernard Krikke, der in diesem Jahr voller Huldigungen und Begegnungen stets an seiner Seite ist. Ein Veteranentreffen des alten TI?Raleigh?Teams setzt einen weiteren warmen Akzent. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Der popul\u00e4re Giro?Sieger Tom Dumoulin und Roy Packbier \u00fcbernehmen k\u00fcnftig die Verantwortung \u2013 ein \u00dcbergang, den der Film ruhig und ohne Pathos markiert.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass die vom radaffinen Regionalsender L1 (Redaktion Jelle Kleinen) co-produzierte Dokumentation konsequent positiv bleibt. Kleine Misst\u00f6ne \u2013 etwa der Windschatten, den der sp\u00e4tere Sieger Tadej Pogacar einst hinter dem Rennleiterwagen erhielt \u2013 werden nicht thematisiert. Auch emotional bleibt der Film eher sachlich, obwohl van Vliet selbst durchaus zu Tr\u00e4nen neigt. Die Regie entscheidet sich f\u00fcr Zur\u00fcckhaltung, was einerseits sympathisch wirkt, andererseits aber verhindert, dass der Film gr\u00f6\u00dfere Tiefe oder Reibung entwickelt. Spektakul\u00e4re Rennbilder sucht man vergeblich; stattdessen folgt die Kamera einem bodenst\u00e4ndigen Menschen zu Fu\u00df durch seine Welt.<\/p>\n<p>Am Ende bleibt eine nette, respektvolle Vorstellung eines der gr\u00f6\u00dften Sportereignisse der Region und seines unersetzlichen Organisators. Die Dokumentation ist kein kritisches Werk, sondern eine liebevolle Verabschiedung. Sie zeigt, warum so viele Menschen Leo van Vliet dankbar sind \u2013 und warum sein Abschied eine Z\u00e4sur darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dmff.eu\/films\/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde\/\">www.dmff.eu\/films\/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde\/<\/a>?<br \/>\nDe magie van de Amstel Gold Race &#8211; Leo&#8217;s laatste ronde * Dutch Mountain Film Festival<br \/>\ndmff.eu<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dmff.eu\/events\/dmff-fiets\/\">www.dmff.eu\/events\/dmff-fiets\/<\/a>?<br \/>\nDMFF Fiets<br \/>\ndmff.eu<\/p>\n<p>Disclaimer: Der Autor dieser Kritik wurde selbst bei einem Open?Zeitfahren mit Profis am Cauberg Achter \u2013 hinter dem bekannten Aachener Bergfahrer Roger Uhle.<\/p>\n<div class=\"postie-attachments\"><a href=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?attachment_id=6823\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6823\" src=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706-300x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"300px\" height=\"150px\" srcset=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706-300x150.jpeg 300w, https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706.jpeg 320w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?attachment_id=6824\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6824\" src=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1-300x111.jpeg\" alt=\"\" width=\"300px\" height=\"111px\" srcset=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1-300x111.jpeg 300w, https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1.jpeg 320w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?attachment_id=6825\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6825\" src=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht.jpeg\" alt=\"\" width=\"240px\" height=\"240px\" srcset=\"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht.jpeg 240w, https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-content\/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht-150x150.jpeg 150w\" sizes=\"(max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30 Jahre Koersdirektor Leo van Vliet? (Tom Dumoulin \u00fcbernimmt von Leo van Vliet) Am 10. April 2026 feiert die Sport-Dokumentation \u201eDe magie van de Amstel Gold Race \u2013 Leo\u2019s laatste ronde\u201c im Heerlener Royal-Kino im Rahmen des \u201eDutch Mountain Fiets Film Festival\u201c (DMFFF) Premiere. Der Film zeichnet ein nahes, durchweg sympathisches Portr\u00e4t von Leo van [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-6822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kritiken-ghj"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6822"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6826,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions\/6826"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}