{"id":455,"date":"2007-04-25T09:36:19","date_gmt":"2007-04-25T08:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2007\/04\/25\/little-children\/"},"modified":"2007-04-25T09:36:19","modified_gmt":"2007-04-25T08:36:19","slug":"little-children","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2007\/04\/25\/little-children\/","title":{"rendered":"Little Children"},"content":{"rendered":"<p>  <title>Little Children<\/title>   <font FACE=\"Verdana, Helvetica, Arial\"><br \/> USA 2006 (Little Children) Regie: Todd Field mit Kate Winslet, Patrick Wilson, Jennifer Connelly 136 Min. FSK: ab 16<br \/> &nbsp;<br \/> Die Stereotypen des us-amerikanischen Films &ouml;den meist mit ihren immergleichen Geschichten an: Von dem Highschool-Horror bis zur Familien-Kom&ouml;die. Manchmal jedoch zeigt man uns echte Menschen, deren Lieben und Leiden universell ber&uuml;hrt. &quot;Little Children&quot; ist so ein Gl&uuml;cksfall mit Kate Winslet in einer der Hauptrollen.<br \/> &nbsp;<br \/> Die Erz&auml;hlerstimme liefert eine k&uuml;hle, n&uuml;chterne Analyse der Familienleben einer amerikanischen Vorstadt &#8211; wie ein Ethnologe, denkt Sarah (Kate Winslet), w&auml;hrend sie v&ouml;llig desinteressiert ihre Zeit auf dem Spielplatz absitzt. Die drei Musterm&uuml;tter neben ihr, brave B&uuml;rgerinnen, wollen den Exhibitionisten kastrieren, der in ihr Viertel zog. Gleichzeitig geifern sie dem einzigen Mann nach, der sich hier um sein Kind k&uuml;mmert. Brad (Patrick Wilson) will sein Jurastudium nicht abschlie&szlig;en und seine Frau Kathy (Jennifer Connelly) hat seit Monaten einen anderen im Bett &#8211; ihr kleiner Sohn Aaron liegt zwischen dem Paar, das keine Sexualleben mehr hat. Gleichzeitig kontrolliert Kathy, die das Geld reinbringt, seine Ausgaben. Gr&uuml;nde genug, um sich aus dieser lieb- und freudlosen Welt in eine Aff&auml;re zu stehlen. Einsamkeit zwingt zur verbotenen Suche nach Seelenverwandten, nach wenigstens einem Menschen, der einen versteht, seelisch und k&ouml;rperlich.<br \/> &nbsp;<br \/> Dass diese unschuldige Flucht &uuml;ber Umwege dramatische Folgen hat, k&ouml;nnte als konstruierte Moral des Films gesehen werden. Doch wie das Schicksal hier Haken schl&auml;gt, raubt einem dem Atem. Der Ex-Wachmann Larry verdr&auml;ngt die eigenen Probleme, indem er mit den &quot;Guardians&quot; Football spielt und den angeblichen Sittenstrolch Ronnie terrorisiert. Ein engstirniger Frauen-Lesekreis zerst&uuml;ckelt Madame Bovary als zu depressiv, unlesbar. Und verurteilt in diesem Spiegel die noch heimliche Aff&auml;re von Sarah. Die Verbindungen der Geschichten sind vielf&auml;ltig und man kann sich fragen: Was bedroht die Kinder, die kleinen und die gro&szlig;en, wirklich? An den Erwachsenen nagt die Sehnsucht nach dem Gl&uuml;ck, das zuletzt in Kindertagen empfunden wurde. So sieht Brad stundenlang den jugendlichen Skatern zu. Zusammen mit Sarah knutscht er im Mittelkreis des Spielfeldes. Nicht nur die Musik erinnert dabei an &quot;American Beauty&quot;. Schauspieler Todd Field inszenierte seinen zweiten Spielfilm nach &quot;In the Bedroom&quot; (2001) mit einer Klarheit der Bilder, die fast hyper-realistisch wirkt. Darin zeigt sich deutlich, das was die Kinder wirklich verst&ouml;rt sind durchgeknallte Wachm&auml;nner und Eltern, die ein freudloses Leben nicht mehr ertragen.<br \/> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Little Children USA 2006 (Little Children) Regie: Todd Field mit Kate Winslet, Patrick Wilson, Jennifer Connelly 136 Min. FSK: ab 16 &nbsp; Die Stereotypen des us-amerikanischen Films &ouml;den meist mit ihren immergleichen Geschichten an: Von dem Highschool-Horror bis zur Familien-Kom&ouml;die. 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