{"id":4450,"date":"2019-01-11T11:34:29","date_gmt":"2019-01-11T11:34:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?p=4450"},"modified":"2019-01-11T12:42:43","modified_gmt":"2019-01-11T11:42:43","slug":"manhattan-queen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2019\/01\/11\/manhattan-queen\/","title":{"rendered":"Manhattan Queen"},"content":{"rendered":"<p>USA 2018 (Second Act) Regie: Peter Segal, mit Jennifer Lopez, Vanessa Hudgens, Treat Williams 105 Min. FSK ab 0<\/p>\n<p>Schon mal gesehen, wie eine Taube vor den Laster kommt? \u00e2\u20ac\u017eManhattan Queen\u00e2\u20ac\u0153 ist nicht nur das filmische \u00c3\u201equivalent eines solchen Unfalls, er zeigt diese Peinlichkeit auch noch tats\u00c3\u00a4chlich. Da ger\u00c3\u00a4t der neuerliche Kinoauftritt vom ehemaligen Star Jennifer Lopez in Kopie vom 80er Hit \u00e2\u20ac\u017eWorking Girl\u00e2\u20ac\u0153 zum Fremdsch\u00c3\u00a4m-Festival.<\/p>\n<p>Sie spielt die 40-j\u00c3\u00a4hrige Maya (Jennifer Lopez), die erfolgreich einen Supermarkt leitet, aber ohne Schulabschluss den Chefposten nicht bekommt. Als der Sohn ihrer besten Freundin Joan (Leah Remini) zum Spa\u00c3\u0178 an Mayas Social Media-Auftritt schraubt, wird das n\u00c3\u00a4chste Vorstellungsgespr\u00c3\u00a4ch dank vermeintlichem Harvard-Abschluss und Himalaya-Trekking zum vollen Erfolg. Maya soll im Kosmetikkonzern direkt als Marketing-Beraterin mit eigenem B\u00c3\u00bcro eine hundertprozentig nat\u00c3\u00bcrliche Serie entwickeln. In Konkurrenz zur Tochter des Chefs. Dass diese sich urpl\u00c3\u00b6tzlich als die zur Adoption freigegebene Tochter Mayas erweist, deutet das nach unten offene Trash-Niveau des Films an.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eStreetsmart\u00e2\u20ac\u0153 ist besser als \u00e2\u20ac\u017ebooksmart\u00e2\u20ac\u0153, so dr\u00c3\u00bcckt sich bei Maya der Hass auf gebildete Menschen aus &#8211; besser bauernschlau, als was gelernt haben. Auch die Ablehnung von Abtreibung klingt verd\u00c3\u00a4chtig nach Trump. Was etwas schizophren ist, denn vielleicht muss ja auch Immigranten-Kind Jennifer Lopez mit ihren Eltern bald nach Puerto Rico zur\u00c3\u00bcck. Dass sie sich mit dem letzten Lied \u00e2\u20ac\u017eAmerica\u00e2\u20ac\u0153 (nach Simon &#038; Garfunkel) selber als Einwanderin markiert, macht deutlich, wie viel in diesem filmischen Unfall durcheinander geht. Ganz wie die Freiluft-Pr\u00c3\u00a4sentation eines neuen Produkts, bei der jemand v\u00c3\u00b6llig deplatziert ein paar Tauben freil\u00c3\u00a4sst, die dann prompt von einem Laster zerfleddert werden.<\/p>\n<p>Ansonsten gibt es Spa\u00c3\u0178 und auch eine Tanzeinlage mit den besten Freundinnen, doch man nimmt dem ehemaligen Superstar Lopez die frustrierte Einzelhandels-Kauffrau nie ab. Der neuerliche Versuch, als \u00e2\u20ac\u017eJenny from the Block\u00e2\u20ac\u0153 Bodenst\u00c3\u00a4ndigkeit zu behaupten, steht der erfolgreichen S\u00c3\u00a4ngerin nicht, die in ihren Beziehungen haupts\u00c3\u00a4chlich S\u00c3\u00a4nger, T\u00c3\u00a4nzer und Schauspieler verschlei\u00c3\u0178t. Nach Emanzipation k\u00c3\u00b6nnte riechen, wenn hier mal der Mann die Kinder will und die Frau erst Karriere durchzieht. Wenn dann die Trennung wie alles andere recht flott ausgesprochen ist und f\u00c3\u00bcr das Gef\u00c3\u00bchl danach ein Song auf der Tonspur reichen muss, scheitert das Projekt in der filmischen Darstellung.<\/p>\n<p>Nein, es hat sich seit dem un\u00c3\u00bcbersehbar kopierten \u00e2\u20ac\u017eWorking Girl\u00e2\u20ac\u0153 aus dem Jahr 1988 nicht viel getan: Wie damals Melanie Griffith als Sekret\u00c3\u00a4rin Tess putzt sich auch J.Lo vor allem \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erlich raus. Der \u00c3\u00bcberzogene Zickenkrieg (damals mit Sigourney Weaver) darf ebenso wenig fehlen wie die gro\u00c3\u0178e Liebe. Dass vor allem die Abl\u00c3\u00a4ufe im Kosmetikkonzern geradezu toxisch unglaubw\u00c3\u00bcrdig sind, macht \u00e2\u20ac\u017eManhattan Queen\u00e2\u20ac\u0153 zu einem m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igen Fernsehfilm, der keinen Kinoabend wert ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>USA 2018 (Second Act) Regie: Peter Segal, mit Jennifer Lopez, Vanessa Hudgens, Treat Williams 105 Min. FSK ab 0 Schon mal gesehen, wie eine Taube vor den Laster kommt? \u00e2\u20ac\u017eManhattan Queen\u00e2\u20ac\u0153 ist nicht nur das filmische \u00c3\u201equivalent eines solchen Unfalls, er zeigt diese Peinlichkeit auch noch tats\u00c3\u00a4chlich. 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