{"id":3539,"date":"2016-07-04T21:00:27","date_gmt":"2016-07-04T20:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/?p=3539"},"modified":"2016-07-04T21:06:58","modified_gmt":"2016-07-04T20:06:58","slug":"smaragdgrun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2016\/07\/04\/smaragdgrun\/","title":{"rendered":"Smaragdgr\u00c3\u00bcn"},"content":{"rendered":"<p>BRD 2016 Regie: Felix Fuchssteiner, Katharina Sch\u00c3\u00b6de mit Maria Ehrich, Jannis Niew\u00c3\u00b6hner, Peter Simonischek, Josefine Preu\u00c3\u0178 112 Min. FSK: ab 12<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eDer Rest ist Schrott!\u00e2\u20ac\u0153 Wenn schon Shakespeare zitieren, dann wenigstens treffend: Der letzte Teil der Edelstein-Trilogie von Autorin Kerstin Gier ist als Jugendfilm f\u00c3\u00bcr j\u00c3\u00bcngere M\u00c3\u00a4dchen so ziemlich das Letzte! Ideen von anderen Geschichten, die hier nicht stimmen und funktionieren, in einem furchtbar l\u00c3\u00bcckenhaften Durcheinander inszeniert. Hier wurde viel M\u00c3\u00bche, Geld und Leinwand f\u00c3\u00bcr das Niveau einer durchschnittlichen Nachmittags-Soap vor netten Kulissen verschwendet.<\/p>\n<p>Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich) und Gideon de Villiers (Jannis Niew\u00c3\u00b6hner) h\u00c3\u00bcpfen weiterhin durch die Zeitgeschichte im Auftrag eines obskuren Clubs alter M\u00c3\u00a4nner. Im Jahr 1601 inspiriert der Kurzbesuch aus der Zukunft Shakespeare zu seinem \u00e2\u20ac\u017eSein oder nicht sein\u00e2\u20ac\u0153, in den 50ern m\u00c3\u00bcssen auf dem Sofa Beziehungsprobleme besprochen werden und 1786 zieht der finstere Graf von St. Germain (Peter Simonischek) seine F\u00c3\u00a4den, um mit Hilfe der Zeitmaschine die Weltherrschaft zu erlangen.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00c3\u00a4rungen f\u00c3\u00bcr Neueinsteiger, mit denen der Film zus\u00c3\u00a4tzlich langweilt, kann man sich sparen, denn nur h\u00c3\u00a4rteste Fans schauen sich so was im Kino an. Wohl noch nie gab es Zeitreisen, die den gedanklichen Reiz dieser Science Fiction-Konstruktion so uninspiriert runter spielten. Stattdessen bekommt das fr\u00c3\u00bchpubertierende Zielpublikum Liebes-Hinundher, dazu auch ansonsten viel Geschwafel und Gerede der platten Sorte. <\/p>\n<p>Weitgehend unspannend verlegt sich das Finale auf harmloses Drama. Gwendolyn entdeckt ihre Unsterblichkeit, die eifers\u00c3\u00bcchtige Cousine Charlotte darf die Rivalin endlich und vergeblich abstechen, schon wieder ist eine weitere bescheuerte Szene \u00c3\u00bcberstanden. Selbst als Charlotte Gelegenheit zur Besserung bekommt, bleiben gen\u00c3\u00bcgend Pappfiguren f\u00c3\u00bcr altbekannte Intrigen, die schlechte Menschen schlecht aussehen lassen. Dass \u00e2\u20ac\u017edie Jugend\u00e2\u20ac\u0153 Gehorsam und Treu in Frage stellt, und beginnt, Fragen zu stellen, ist dem Film eine halbe Szene wert. Der Sexismus der alten M\u00c3\u00a4nner bekommt zwar eine schlagkr\u00c3\u00a4ftige Antwort von den Teenie-M\u00c3\u00a4dchen, die schmelzen allerdings direkt vor dem n\u00c3\u00a4chsten Testosteron-Typen dahin.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eSmaragdgr\u00c3\u00bcn\u00e2\u20ac\u0153 ist als Tiefpunkt einer sowieso nicht mit besonderen Erwartungen belasteten Trilogie nicht nur trivial, sondern auch sehr schlecht geschrieben und \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig inszeniert. Schauspieler, die man gleich wieder vergessen kann, m\u00c3\u00bcssen teilweise ganz furchtbare Masken tragen. Gwendolyns Gegenspieler hat die B\u00c3\u00b6sartigkeit einer Nachmittags-Soap, viele Szenen sind richtig trashig. Katharina Thalbach ist als alte Ulknudel Maddy vor allem peinlich. Dazu gibt es etwas Action und ein paar Computer-Animationen, von denen der deplatzierte Schulgeist am meisten nervt. Weichsp\u00c3\u00bclendes Piano muss der schwachen Inszenierung nachhelfen, aber was wirklich helfen w\u00c3\u00bcrde, w\u00c3\u00a4re eine Reise zum Zeitpunkt kurz vor Entstehung dieser Trilogie&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BRD 2016 Regie: Felix Fuchssteiner, Katharina Sch\u00c3\u00b6de mit Maria Ehrich, Jannis Niew\u00c3\u00b6hner, Peter Simonischek, Josefine Preu\u00c3\u0178 112 Min. FSK: ab 12 \u00e2\u20ac\u017eDer Rest ist Schrott!\u00e2\u20ac\u0153 Wenn schon Shakespeare zitieren, dann wenigstens treffend: Der letzte Teil der Edelstein-Trilogie von Autorin Kerstin Gier ist als Jugendfilm f\u00c3\u00bcr j\u00c3\u00bcngere M\u00c3\u00a4dchen so ziemlich das Letzte! 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