{"id":324,"date":"2006-12-11T15:55:23","date_gmt":"2006-12-11T14:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2006\/12\/11\/apocalypto\/"},"modified":"2006-12-11T15:55:23","modified_gmt":"2006-12-11T14:55:23","slug":"apocalypto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2006\/12\/11\/apocalypto\/","title":{"rendered":"Apocalypto"},"content":{"rendered":"<p>  <title>Apocalypto<\/title>   <font FACE=\"Verdana, Helvetica, Arial\"><br \/> USA 2006 (Apocalypto) Regie: Mel Gibson mit Rudy Youngblood, Dalia Hernandez, Jonathan Brewer 140 Min. FSK: ab 12<br \/> &nbsp;<br \/> Eigentlich geh&ouml;ren Filme wie dieser in die schmutzige Splatter-Ecke. Aber Mel Gibson hat&#8217;s gemacht, da will man doch wissen, welche Fettn&auml;pfchen der antisemitische Superstar im s&uuml;damerikanischen Dschungel um Jahr 1500 herum findet. Gibson l&auml;sst sie alle mit Blut vollaufen und erf&uuml;llt die schlimmsten Erwartungen.<br \/> &nbsp;<br \/> Den ersten Adrenalin-Sto&szlig; gibt es bei einer Tapir-Jagd. Das erlegte Tier wird waid- und Mel-gerecht ausgenommen, die Eingeweide in die Kamera gehalten. Das werden wir noch &ouml;fter sehen, dann allerdings mit Menschenherzen! Das freundliche Urwaldvolk lebt und scherzt viel, bis ein technisch &uuml;berlegenes Volk (mit haufenweise Riesen-Piercings im Gesicht) &uuml;ber sie herf&auml;llt, mordet, vergewaltigt. Der junge Held Jaguarpfote kann gerade noch Frau und Kind in einem tiefen Erdloch verstecken, bevor er selbst gefangen genommen wird. In einem brutalen Marsch f&uuml;hrt man die &Uuml;berlebenden ab. Die Frauen als Sklavinnen, die M&auml;nner als Opfer in religi&ouml;sen Riten. <br \/> &nbsp;<br \/> Im Kern ist &quot;Apocalypto&quot; ein simples Abenteuerfilmchen, wie man es von Hollywood erwartet: Gut und B&ouml;se sind deutlich erkennbar. Menschen und Fratzen, aber dabei uns&auml;glich brutaler und blutr&uuml;nstiger als der Mainstream. In der Film-Welt von Gibson wimmelt es von Sadisten, vor allem ein besonders grimmiger F&auml;hnlein-F&uuml;hrer qu&auml;lt diesmal die Jaguarpfote und experimentiert mit den Gefangenen. Der ver&auml;ngstigte Zug erlebt zwischen Maya-Pyramiden das Grauen einer hoch stehenden Zivilisation: H&auml;ssliche Massenszenen, religi&ouml;ser Fanatismus, Tausende, die ihrem h&ouml;chsten Priester zujubeln.<br \/> &nbsp;<br \/> Die kulturellen Errungenschaften der Maya gr&uuml;nden auf den blutigen Boden einer Sklaven-Gesellschaft. Die Pyramiden entstanden, damit abgeschlagene K&ouml;pfe lustig von oben runter purzeln k&ouml;nnen. Leichen gibt es in schrecklichen Mengen. Kein Wunder, dass da Altertumsforscher und Vertreter indigener V&ouml;lker w&uuml;tend aufschreien.<br \/> &nbsp;<br \/> Das Anfangs-Zitat warnt vor dem Zerfall der Kulturen. Damit das Gemetzel &uuml;berhaupt einen Sinn haben soll, redet man vom Ende der Maya-Kultur. Dabei ist das einzige Zeichen von Verfall hier die exzessive Gewalt, von der Mel Gibson besessen ist. Eine toll gefilmte, exzellent ausgestattete Psychopathen-Schmiererei vor spannenden Landschaften und eindrucksvollen Kulissen.<br \/> &nbsp;<br \/> Der &quot;Kinosadist&quot;, wie der &quot;The Hollywood Reporter&quot; Gibson bezeichnet, setzt die Blutspur seiner unertr&auml;glichen &quot;Passion Christi&quot; fort. &quot;Apocalypto&quot; ist auch &uuml;berw&auml;ltigend &#8211; im negativen Sinne. Der trinkfreudige Antisemit verbreitet ein d&uuml;steres, bluttriefendes Weltbild. Im Gegensatz zum Jesus-Film allerdings mit Happy End! Doch dann kommen die Spanier, man freut sich, dass der Film zu Ende ist, auch wenn jetzt das eigentliche Schlachten, Morden, Vergewaltigen erst beginnen muss. Aber das dann im Namen des Kreuzes, des Folterinstruments, das Gibson eben so sehr fasziniert wie die Gewalt.<\/p>\n<p> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apocalypto USA 2006 (Apocalypto) Regie: Mel Gibson mit Rudy Youngblood, Dalia Hernandez, Jonathan Brewer 140 Min. FSK: ab 12 &nbsp; Eigentlich geh&ouml;ren Filme wie dieser in die schmutzige Splatter-Ecke. Aber Mel Gibson hat&#8217;s gemacht, da will man doch wissen, welche Fettn&auml;pfchen der antisemitische Superstar im s&uuml;damerikanischen Dschungel um Jahr 1500 herum findet. 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