{"id":297,"date":"2006-11-07T22:01:23","date_gmt":"2006-11-07T21:01:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2006\/11\/07\/children-of-men\/"},"modified":"2006-11-07T22:01:23","modified_gmt":"2006-11-07T21:01:23","slug":"children-of-men","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2006\/11\/07\/children-of-men\/","title":{"rendered":"Children of Men"},"content":{"rendered":"<p>  <title>Children of Men<\/title>   <font FACE=\"Verdana, Helvetica, Arial\"><br \/> USA 2006 (Children of Men) Regie: Alfonso Cuar&oacute;n mit Clive Owen, Julianne Moore, Chiwetel Ejiofor 108 Min. FSK: ab 12<br \/> &nbsp;<br \/> Nach dem wunderbaren &quot;Y tu mam&aacute; tambi&eacute;n &#8211; Lust for Life!&quot;, der verungl&uuml;ckten Romanze &quot;Gro&szlig;e Erwartungen&quot; und dem Harry Potter-Film &quot;Harry Potter und der Gefangene von Askaban&quot; nun ein Science Fiction, in dem es um nicht weniger als das &Uuml;berleben der Menschheit geht. Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuar&oacute;n kann in vielen Sparten beeindrucken. Doch bei &quot;Children of Men&quot; ist er wieder so grandios wie &quot;Y tu mam&aacute;&quot;. Eine ebenso fantastische wie menschliche Zukunftsvision, die fast an Meisterwerke wie &quot;Brazil&quot; ranreicht.<br \/> &nbsp;<br \/> Man muss kurz nachdenken, um den Kern der Medienhype zu verstehen: Der j&uuml;ngste Mensch der Erde ist gestorben! Na und? Au&szlig;er &#8230; Au&szlig;er wenn seit 18 Jahren keine Kinder mehr geboren werden und der Tod dieser Popfigur ein Menetekel f&uuml;r das Aussterben der Menschheit ist.<br \/> &nbsp;<br \/> Die Welt ist &#8211; wie in vielen Science Fiction und eigentlich auch in der Realit&auml;t &#8211; unterteilt in ein abgeschottetes Paradies f&uuml;r die Reichen und M&auml;chtigen, in eine halbwegs lebbare Zone f&uuml;r den ver&auml;ngstigten Mittelstand und in die rechtlose Wildnis. Abschiebungslager regeln den Abfluss unliebsamer Menschen. Und Gro&szlig;britannien ist gro&szlig; im Abschieben. Dadurch bleiben die braven B&uuml;rger vom Chaos verschont, in das die restliche Welt wegen der Terrorkriege von Bush und Co versunken ist.<br \/> &nbsp;<br \/> Unber&uuml;hmt von der kollektiven Trauer l&auml;uft der desillusionierte, zynische Theo (Clive Owen) durch die Stra&szlig;en Londons. Selbst eine Bombenexplosion in dem Starbucks, aus dem sein noch hei&szlig;er Kaffee stammt, hinterl&auml;sst nur eine Irritation im Ohr des Journalisten. Doch pl&ouml;tzlich entf&uuml;hren ihn die Rebellen, zu denen sich seine Ex Julian (Julianne Moore) geschlagen hat. Die will sich nicht mehr r&auml;chen, nur ein paar Passierscheine soll Theo bei seinem Verwandten in Regierungskreisen besorgen. Der k&uuml;rze Trip raus aus der halbwegs sicheren Stadt wird zum Fiasko. Mit Verfolgungsjagden, Schie&szlig;ereien sowie Flucht vor dem Staat und den Rebellen. Alles dreht sich um eine junge Frau, die schwanger ist. Eine medizinische Sensation. Ein Wunder, das verschiedene Parteien f&uuml;r ihre Zwecke ausschlachten wollen. So bleibt zuletzt Theo auf einer langen Odyssee an der Seite der neuen Eva. Durch die Wirren von Stra&szlig;enkampf und Massendeportationen versucht er dieses Wunder zu retten.<br \/> &nbsp;<br \/> Das Produktionsdesign schafft mit geschickten Akzenten im chaotischen London gleichzeitig ein Zukunftsgef&uuml;hl und einen Widererkennungseffekt. Ganz &auml;hnlich wie in den entv&ouml;lkerten Stra&szlig;en von &quot;12 Monkeys&quot;. Witzig ist, nachzusehen, welches Autodesign die Jahrzehnte &uuml;berlebt hat und als futuristisch gilt: Selbstverst&auml;ndlich ein Citroen, aber auch der umstrittene Fiat Multipla.<br \/> &nbsp;<br \/> &quot;Children of Men&quot; ist in Ausstattung und Dramaturgie ein Meisterwerk, mit einem extrem bewegenden Moment als H&ouml;hepunkt: Angesichts des Neugeborenen schweigen alle Waffen, Stille und Frieden zieht in die Gesichter der K&auml;mpfer &#8230; f&uuml;r einen Moment. Diese Zukunft spiegelt aktuelle Themen ebenso wie die Vergangenheit und gibt reichlich Stoff zum Gr&uuml;beln und Diskutieren.<br \/> &nbsp;<\/p>\n<p> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Children of Men USA 2006 (Children of Men) Regie: Alfonso Cuar&oacute;n mit Clive Owen, Julianne Moore, Chiwetel Ejiofor 108 Min. 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