{"id":1602,"date":"2011-02-21T21:00:06","date_gmt":"2011-02-21T19:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2011\/02\/21\/berlinale-2011-eroffnung\/"},"modified":"2011-03-17T15:10:10","modified_gmt":"2011-03-17T14:10:10","slug":"berlinale-2011-eroffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2011\/02\/21\/berlinale-2011-eroffnung\/","title":{"rendered":"Berlinale 2011 Er\u00c3\u00b6ffnung"},"content":{"rendered":"<p>Berlin. 385 Filme in 14 Reihen an 11 Tagen &#8211; dies sind ab heute die n\u00c3\u00bcchternen Zahlen, um die sich Entdeckungen, Diskussionen, Star-Aufl\u00c3\u00a4ufe und sicher auch mindestens ein Skandal drehen werden. Das Gesamtpaket namens Berlinale kann sich in der 61. Ausgabe, im Jahr eins nach dem Jubil\u00c3\u00a4um, wieder komplett auf Filme, K\u00c3\u00bcnstler und Stars konzentrieren. Zum Aufgalopp prasentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick heute Abend mit &#8216;True Grit&#8217; einen neuen alten Western. Angestaubt ist der nicht nur, weil das klassische Genre seine Helden und Pferde gern mit Feink\u00c3\u00b6rnigem bepudert. Das Remake des John Wayne-Klassikers &#8216;Der Marshal&#8217; aus dem Jahre 1969 (siehe Kinoseite) l\u00c3\u00a4uft bereits ein paar Wochen in den USA, ist also nicht unbedingt ein Rei\u00c3\u0178er in Festivalkreisen. Als Film an sich jedoch pures Vergn\u00c3\u00bcgen! Jeff Bridges (&#8216;Big Lebowski&#8217;, &#8216;M\u00c3\u00a4nner die auf Ziegen starren&#8217;) und Matt Damon (&#8216;Der Informant!&#8217;, &#8216;Hereafter&#8217;) konkurrieren in den Hauptrollen mit dem edlem Filmhandwerk der Coens. Ihren bislang konventionellsten Film erz\u00c3\u00a4hlen die texanischen Br\u00c3\u00bcder erstmals komplett chronologisch. Wie sich ein junges, sehr resolutes M\u00c3\u00a4dchen aufmacht, um den Tod ihres Vaters zu r\u00c3\u00a4chen, dabei aber ausgerechnet auf die Hilfe des gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Trunkenboldes und Rabauken rechnet, begeistert die Cineasten bereits weltweit.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Heute Abend hat auch die Internationale Jury unter der Leitung von Isabella Rossellini ihren ersten gro\u00c3\u0178en Auftritt auf dem Roten Teppich am Potsdamer Platz. Zudem wird &#8216;The Dude&#8217; Jeff Bridges die Atmosph\u00c3\u00a4re anheizen. Er reist mit den Coen-Br\u00c3\u00bcdern an. Sp\u00c3\u00a4ter werden f\u00c3\u00bcr eine Special-Vorf\u00c3\u00bchrung des Oscar-Favoriten &#8216;The Kings Speech&#8217; auch Colin Firth und Helena Bonham Carter erwartet. Kevin Spacey, Jeremy Irons und Liam Neeson stehen ebenfalls auf der G\u00c3\u00a4steliste.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Mit &#8216;Almanya &#8211; Willkommen in Deutschland&#8217; von Yasemin Samdereli, &#8216;Schlafkrankheit&#8217; von Ulrich K\u00c3\u00b6hler und dem 3D-Tanzfilm &#8216;Pina&#8217; von Wim Wenders laufen am ersten Wochenende direkt drei deutsche Wettbewerbsbeitr\u00c3\u00a4ge. Auch &#8216;Auf der Suche&#8217; von Jan Kr\u00c3\u00bcger feiert am Sonntag seine Weltpremiere. Der aus Aachen stammende Film-Regisseur, der zuletzt ein Sybille Berg-St\u00c3\u00bcck am Theater Aachen erfolgreich inszenierte, drehte mit Corinna Harfouch die Geschichte einer Mutter, die in Marseille ihren verschwundenen Sohn sucht.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Politisches Statement<\/p>\n<p>Der morgige Tag steht im Zeichen der Unterst\u00c3\u00bctzung f\u00c3\u00bcr die zu 20 Jahren Haft verurteilten iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Um die Aufmerksamkeit auf das nicht anwesende Jury-Mitglied Jafar Panahi zu lenken, wird die Berlinale in mehreren Sektionen jeweils einen Film des weltweit anerkannten Regisseurs pr\u00c3\u00a4sentieren. Am 11. Februar, dem Jahrestag der Iranischen Revolution, l\u00c3\u00a4uft der Berlinale-Preistr\u00c3\u00a4ger &#8216;Offside&#8217;. Eine Vielzahl prominenter G\u00c3\u00a4sten hat sich angek\u00c3\u00bcndigt, um ihre Solidarit\u00c3\u00a4t zu bekunden. <\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Der rote B\u00c3\u00a4r, das Logo des Festivals, bestimmt schon seit Tagen die Stadt. Vor den Verkaufsstellen f\u00c3\u00bcr die Kinokarten stehen lange Schlangen. Fl\u00c3\u00a4chendeckend ist die Berlinale 2011 nicht nur durch die erfolgreiche Initiative &#8216;Berlinale im Kiez&#8217;, die Festival-Flair in viele Stadtteile bringt. Auch die Aktion &#8216;Forum Expanded&#8217; gestaltet k\u00c3\u00bcnstlerisch raumgreifend die Hauptstadt: 42 K\u00c3\u00bcnstler, Filmemacher, Performer und Musiker aus 16 L\u00c3\u00a4ndern pr\u00c3\u00a4sentieren filmische Arbeiten in Ausstellungen, in Screenings, im Radio und auf der B\u00c3\u00bchne. Neben Filmen gibt es Audiobeitr\u00c3\u00a4ge im Deutschlandradio Kultur, Videointerviews mit Festivalg\u00c3\u00a4sten oder in der Botschaft von Kanada und im Filmhaus Guy Maddins &#8216;Hauntings&#8217; Videos \u00c3\u00bcber Gespenster der Filmgeschichte. Die Gespenster, Sensationen, Entdeckungen der Filmgegenwart schlummern noch in ihren Filmdosen oder Festplatten. Heute Abend werden sie losgelassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin. 385 Filme in 14 Reihen an 11 Tagen &#8211; dies sind ab heute die n\u00c3\u00bcchternen Zahlen, um die sich Entdeckungen, Diskussionen, Star-Aufl\u00c3\u00a4ufe und sicher auch mindestens ein Skandal drehen werden. 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