{"id":1280,"date":"2010-03-23T10:45:15","date_gmt":"2010-03-23T09:45:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2010\/03\/23\/precious\/"},"modified":"2010-03-23T10:45:15","modified_gmt":"2010-03-23T09:45:15","slug":"precious","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2010\/03\/23\/precious\/","title":{"rendered":"Precious"},"content":{"rendered":"<p>  <title>Precious<\/title>   <font FACE=\"Geneva, Verdana, Helvetica, Arial\"><\/p>\n<p> USA 2009 (Precious: Based On The Novel Push By Sapphire) Regie: Lee Daniels mit Gabourey Sidibe, Mo&#8217;Nique, Aunt Dot, Paula Patton 110 Min.<\/p>\n<p> &#8222;Precious&#8220; ein gewaltiger Film, ein ersch&uuml;tternder, ja schockender Film, dem man nur Sympathien entgegenbringen kann. Er bringt das, was die meisten, die sich beispielsweise Kinokarten leisten k&ouml;nnen oder den dicken Flatscreen, nicht sehen (wollen), mit der Kunst des Films nicht nur vor unsere Augen, sondern l&auml;sst es tiefer wirken.<\/p>\n<p> Das Leben von Claireece Precious Jones (Gabourey Sidibe) aus Harlem ist unvorstellbar grausam, ein echter Horror: Schon als kleines M&auml;dchen wurde sie von ihrem Vater vergewaltigt, hat ein krankes Kind und ist erneut vom Vater schwanger. Au&szlig;erdem hat er sie mit AIDS angesteckt &#8211; in den Achtzigern, in denen die Handlung spielt, g&auml;nzlich unheilbar. Precious&#8217; Mutter terrorisiert ihr Kind mit unvorstellbarer Grausamkeit, schl&auml;gt sie brutal und l&auml;sst die 16-J&auml;hrige wie ein Hausm&auml;dchen schuften. Das soziale System gibt Precious und ihrer Tochter magere Schecks, die ihre Mutter einkassiert und verlebt. Immer wieder zuckt man bei dem, was Precious angetan wird, zusammen oder muss wegschauen. Das M&auml;dchen &uuml;berlebt in dem enormen Fettpolster, das sie sich angefressen hat und in Tagtr&auml;umen eines besseren Lebens.<\/p>\n<p> Die von Gabourey Sidibe verk&ouml;rperte Precious ist eine gewaltig &uuml;bergewichtige Erscheinung, die Menschen mit Brigitte-Musterb&ouml;gen im Kopf sogar schockiert hat. Ob sie deshalb den sicher geglaubten Oscar nicht erhalten hat? Auf jeden Fall zeigt sie das stille Erdulden und vor allem die ganz ganz kleine Hoffnung, die langsam in Precious w&auml;chst, auf eindringliche Weise. Denn mit Hilfe der b&uuml;rgerlichen Lehrerin Ms. Rain (Paula Patton) lernt das missbrauchte und erniedrigte M&auml;dchen nicht nur Lesen und Schreiben. Sie entwickelt &uuml;ber das Aufschreiben ihrer Erlebnisse ein Selbstbewusstsein und die Kraft, ihr Leben zu ver&auml;ndern. Auch dieser Weg ist schwer und nicht ohne R&uuml;ckschl&auml;ge, doch die Hoffnung in diesem M&auml;dchen zu erleben, ist ebenso ersch&uuml;tternd wie vorher die Grausamkeiten, die ihm angetan wurden.<\/p>\n<p> Der Film &#8222;Precious&#8220; basiert auf dem in den Neuzigern ver&ouml;ffentlichten Buch &#8222;Push&quot; von Sapphire, die wie Ms. Rain im Film mit Jugendlichen aus sozialen Katastrophengebieten arbeitete. Regisseur Lee Daniels, konnte sich schon wie f&uuml;r &#8222;Monster&#8216;s Ball&#8220;, den er produzierte, prominenter Unterst&uuml;tzung aus Hollywood versichern: Oprah Winfrey ist Produzentin, Mariah Carey spielt &uuml;berraschend unauff&auml;llig eine kleine Rolle als Sozialarbeiterin und Lenny Kravitz gibt einfach einen netten Kerl. Positiv sind diese Eins&auml;tze auch, weil sie nicht &#8211; wie in &#8222;Blind Side&#8220; extrem misslungen &#8211; der eigentlichen Hauptfigur die Aufmerksamkeit rauben. So kann &#8222;Precious&#8220; zum sehr harten, aber schillernden Edelstein des Kinojahres werden. <br \/> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Precious USA 2009 (Precious: Based On The Novel Push By Sapphire) Regie: Lee Daniels mit Gabourey Sidibe, Mo&#8217;Nique, Aunt Dot, Paula Patton 110 Min. &#8222;Precious&#8220; ein gewaltiger Film, ein ersch&uuml;tternder, ja schockender Film, dem man nur Sympathien entgegenbringen kann. 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