{"id":1260,"date":"2010-03-01T20:50:14","date_gmt":"2010-03-01T19:50:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2010\/03\/01\/crazy-heart\/"},"modified":"2010-03-01T20:50:14","modified_gmt":"2010-03-01T19:50:14","slug":"crazy-heart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2010\/03\/01\/crazy-heart\/","title":{"rendered":"Crazy Heart"},"content":{"rendered":"<p>  <title>Crazy Heart<\/title>   <font FACE=\"Geneva, Verdana, Helvetica, Arial\"><br \/> USA 2009 (Crazy Heart) Regie und Buch: Scott Cooper mit Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal, Robert Duvall, Ryan Bingham, Colin Farrell 112 Min.<\/p>\n<p> Bad Blake (Jeff Bridges) macht seinem Namen alle Ehre: Er sitzt an der Bar wie &#8222;Big Lebowski&#8220;, bekommt aber ausdr&uuml;cklich keinen Deckel mehr. Er ist so cool im Verachten der elenden Umst&auml;nde seiner Konzert-Tour durch billige Clubs und Bowling-Bahnen, dass die Tragik doch noch Lachen zul&auml;sst. Die einstige Country-Legende ist 57 und pleite. Von den Fans gibt es immer mal eine Flasche Alk, auch finden sich noch in die Jahre gekommene Groupies f&uuml;r die After-Show im Bett. Bad Blake schwitzt extrem und lallt selbst wenn er n&uuml;chtern ist. Die k&ouml;nnte ein Absturz direkt ins Delirium werden, liefe ihm nicht in Santa Fee die Journalistin Jean Craddock (Maggie Gyllenhaal) &uuml;ber den Weg. Dem guten Gespr&auml;ch mit Jean folgt mal keine gemeinsame Nacht, weil die alleinerziehende Mutter zur&uuml;ck zu ihrem Sohn Buddy muss. Beim n&auml;chsten Date erweist sich Bad als gar nicht so schlechter Vater, wenigstens nicht f&uuml;r Jeans Sohn. Seinen eigenen Sohn, der mittlerweile 28 ist, hat er seit 24 Jahren nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p> Mit der Liebe Jeans bekommt auch die Karriere wieder Oberwasser: Widerwillig muss Blake f&uuml;r den popul&auml;ren kn&ouml;delnden Country-S&auml;nger Tommy Sweet (Colin Farrell) den Opener geben, doch der ehemalige Sch&uuml;ler erweist sich als guter Freund und tut einiges f&uuml;r sein Vorbild.<\/p>\n<p> Nach den Johnny Cash-Filmen gibt es mal wieder Country im Kino, der mal nicht hinterw&auml;ldlerisch ist. Das liegt vor allem an Jeff Bridges. Er zieht diesen Film fast alleine durch, und die Kamera (Barry Markowitz) f&auml;ngt das zerknitterte Gesicht, aus dem noch einmal das Leben aufblitzt, hervorragend ein. Irgendwann sagt Blake &#8222;alle Lieder schrieb das Leben&#8220; und man glaubt es dem Film, dass die Falten im Gesicht auch aus der Richtung kommen.<\/p>\n<p> Zusammen mit Maggie Gyllenhaal bildet er ein seltsames Paar, aber es ist sch&ouml;n anzusehen &#8211; wenn er halbwegs n&uuml;chtern ist. Doch der Alkoholismus steht wie in den vier Ehen vorher auch diesmal dem Familiengl&uuml;ck im Weg. Als Buddy unter der Obhut Blakes wegl&auml;uft, ist f&uuml;r alle der Alkohol schuld. Hier verliert der Film an Glaubw&uuml;rdigkeit, wird sehr amerikanisch im Denken, denn Kinder laufen nicht nur Eltern weg, die gerade einen Drink und eine Limonade bestellen.<\/p>\n<p> Aber nach einer Entziehungskur gibt es neue, noch bessere Lieder mit sch&ouml;nem Blues-Einschlag. &#8222;Crazy Heart&#8220; liefert einen gro&szlig;artigen Auftritt von Jeff Bridges, einen hervorragenden Einsatz der Musik und einen erstaunlichen Kinoerstling von Scott Cooper nach dem Roman &quot;Crazy Heart&quot; von Thomas Cobb. Nicht nur Rock-Legende T-Bone Burnett, auch der Schauspieler Robert Duvall unterst&uuml;tzte das Projekt als Produzenten. Im ersten Song des Films singt Bad Blake: &#8222;Fr&uuml;her war ich mal jemand &#8211; jetzt bin ich ein anderer.&#8220; Am Ende kann er tats&auml;chlich sagen: &#8222;Jetzt bin ich ein anderer.&#8220;<br \/> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Crazy Heart USA 2009 (Crazy Heart) Regie und Buch: Scott Cooper mit Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal, Robert Duvall, Ryan Bingham, Colin Farrell 112 Min. Bad Blake (Jeff Bridges) macht seinem Namen alle Ehre: Er sitzt an der Bar wie &#8222;Big Lebowski&#8220;, bekommt aber ausdr&uuml;cklich keinen Deckel mehr. 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