{"id":1178,"date":"2009-12-07T23:06:43","date_gmt":"2009-12-07T22:06:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2009\/12\/07\/kuss-den-frosch\/"},"modified":"2009-12-07T23:06:43","modified_gmt":"2009-12-07T22:06:43","slug":"kuss-den-frosch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.filmtabs.de\/ft\/2009\/12\/07\/kuss-den-frosch\/","title":{"rendered":"K\u00fcss den Frosch"},"content":{"rendered":"<p>  <title>K&uuml;ss den Frosch<\/title>   <font FACE=\"Geneva, Verdana, Helvetica, Arial\"><br \/> USA 2009 (The Princess and the Frog) Regie: Ron Clements, John Musker 98 Min.<\/p>\n<p> Eine alte Kunstform wird aus verstaubten Archiven hervorgekramt und bl&uuml;ht erneut zu einem pr&auml;chtigen Vergn&uuml;gen f&uuml;r das Kinderkino auf. Zu feiern ist hier nicht die klassische 2D-Animation, die bei Disney eine sehr sch&ouml;ne Wiedergeburt erlebt, sondern der New Orleans-Jazz, der diesen Zeichentrickspa&szlig; zu einem wunderbaren St&uuml;ck Musikgeschichte auch f&uuml;r Erwachsene macht.<\/p>\n<p> Nachdem ein neues Disney-Logo die ganz alte Mickey Mouse wieder ans Ruder l&auml;sst, erz&auml;hlt die neueste Bildergeschichte aus dem erfolgreichsten Zeichentrickstudio der Filmgeschichte selbstverst&auml;ndlich ein M&auml;rchen &#8211; erst einmal. Denn die Begeisterung &uuml;ber den Froschk&ouml;nig, welche die verw&ouml;hnte blonde G&ouml;re Lotto in ihrem Prinzessinnen-Kleidchen v&ouml;llig umhaut, l&auml;sst ihre dunkelh&auml;utige Freundin Tiana g&auml;nzlich kalt. Sie ist die Tochter der N&auml;herin und wird am Abend in einer sch&ouml;nen Fahrt aus dem New Orleans der Reichen in ihre &auml;rmliche H&uuml;tte zur&uuml;ck kehren m&uuml;ssen. Es ist ein bitters&uuml;&szlig;er Traum, diese Stadt in den Zwanziger Jahren und vor allem vor der Flut zu sehen. Die n&auml;chsten Jahre arbeitet das M&auml;dchen extrem hart mit gleich zwei Jobs, um den Traum eines eigenen Restaurants zu verwirklichen. Da bleibt keine Zeit zum Tanzen und f&uuml;r die Liebe, selbst als der indische Prinz Naveen nach New Orleans kommt, um Lottis M&auml;rchen-Traum zu verwirklichen, macht Tiana das Catering. Allerdings hat ein d&uuml;sterer Voodoo-Priester l&auml;ngst seine knochigen Finger im Spiel. Sein b&ouml;ser Zauber macht Naveen und Tiana zu Fr&ouml;schen. Ihre Odyssee durch die S&uuml;mpfe des Mississippi hilft beiden zu verstehen, was sie wirklich wollen.<\/p>\n<p> Soweit die Geschichte vom Prinz und Schenkelmann, die tats&auml;chlich ziemlich Disney ist. Bei der Umsetzung begeistert vor allem die Qualit&auml;t und die vielf&auml;ltige Lebendigkeit der Szenen: Tianas Soul Kitchen sehen wir als stilisierte Traumsequenz in beige und braun, der jazz-verr&uuml;ckte Prinz st&uuml;rzt sich in den bunten Mardi Gras, den so herrlich unchristlichen und exzessiven Karneval von New Orleans. Die Verf&uuml;hrung des Voodoo-Zaubers zeigt sich als Daumenkino beim Kartenlegen. Bei den Showeinlagen bl&auml;st das Krokodil Louis &#8211; einer der vielen Wegbegleiter des Frosch-Paares &#8211; als begnadeter Trompeter im abschreckenden Kroko-Dress uns fetzige Sounds um die Ohren. Ja, dieser Kinderfilm entpuppt sich als Jazz-Revival (Musik: Randy Newman), das genial den kleinen Kinobesuchern New Orleans-Jazz (Woody Allen w&auml;re erfreut), ein Cajun-Ballett aus Gl&uuml;hw&uuml;rmchen oder seligen Gospel vorstellt. Noch toller als die vielen netten Figuren und Ideen sind diese gro&szlig;artigen Shownummern &#8211; eine besser als die andere. Als Leitmotiv f&uuml;r das Feuerwerk von Musik und Bewegung &#8211; fast wie einst bei Disneys &#8222;Fantasia&#8220; &#8211; fungiert eine &uuml;berzeugende Geschichte.. Gegen den Trend wurde dieser Disney nicht in 3D, nicht mal auff&auml;llig digital animiert, daf&uuml;r mit Sorgfalt. Man kann sich bei Karneval, Romantik und Spa&szlig; &uuml;ber den moralischen Lehrsatz &#8222;Was wir wollen und was wir brauchen ist nicht egal&#8220; lustig machen, doch schon die Stones schlugen daraus musikalisch Funken und wenn es dann hei&szlig;t &#8222;Du musst nur tiefer in dir graben, da liegt ein Schatz vergraben&#8220; stimmen sowohl Buddhisten als auch Psychoanalytiker freudig mit ein.<br \/> <\/font>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K&uuml;ss den Frosch USA 2009 (The Princess and the Frog) Regie: Ron Clements, John Musker 98 Min. 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