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Corpus Delicti
Fehling, 100 Min.
Freiheit und Sicherheit sind zwei gesellschaftliche Ziele, die immer
wieder für Diskussionen sorgen. In der nahen Zukunft, die die
Schriftstellerin Juli Zeh in ihrem Roman „Corpus Delicti“ entwirft,
wurde zugunsten der Sicherheit auf Freiheit verzichtet. „Die Methode“
beherrscht das Leben der Menschen, ein Regelwerk, das als unfehlbar
gilt. Verbrechen sind ein Relikt der Vergangenheit. Wer aus diesen
Regeln ausbricht, wird drakonisch bestraft. Mia Holl (Hannah Herzsprung)
opfert ihr Leben voll und ganz der Methode. Ihr Bruder Moritz (Damian
Hardung) will auf seine Freiheit nicht verzichten. Als er des Mordes an
einer Frau bezichtigt wird, beginnt auch Mia an der Methode zu zweifeln.
Das Konzept eines dystopischen Überwachungsstaat ist nicht neu, wird in
der Adaption von „Corpus Delicti“ aber überzeugend um- und eindrucksvoll
in Szene gesetzt. Hannah Herzsprung („Vier Minuten“) überzeugt in der
Wandlung von der Devoten zur Zweiflerin. Die übrigen Figuren sind
allerdings flach und die Inszenierung schlägt mitunter über die Stränge.
„Corpus Delicti“ ist durchaus spannendes Unterhaltungskino. Zu mehr
fehlt es an Tiefe.
Ein FILMtabs.de Artikel
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- Publiziert von:
- Lars Tuncay, 28.09.2026 / 4:39
- Rubrik:
- Kritiken LT
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